Nächstes Bürgergespräch

Zum zweiten öffentlichen Bürgergespräch in der Reihe "Stadtentwicklung – wie sie sein könnte" lädt das überparteiliche "Team Stadtentwicklung" für Mittwoch, den 25. Januar, 18.00 Uhr ins Stadtmuseum ein.

Zu Gast ist dieses Mal Prof. Dr. Roland Günter, Hochschullehrer und Schriftsteller. Er lebt in der ältesten Siedlung des Ruhrgebiets: Eisenheim in Oberhausen – im Schatten des Gasometers, einer der eigentümlichsten Ausstellungs-Hallen. Schon 1967 entdeckte er, als junger Angestellter im Landesdenkmalamt Rheinland, für die Denkmalpflege die Welt der Industrie. Seit der Zeit forscht er darin mit vielen Veröffentlichungen. Er hat das Verdienst, an einer weitreichenden Veränderung der Vorstellungen mitgewirkt zu haben, was Bau-Denkmale sind. Weil er überzeugt davon ist, dass sie Güter der gesamten Gesellschaft und nicht nur einiger Experten sind, schreibt er in einer Form, die vielen Menschen zugänglich ist. Der Autor vermittelt bei optimaler sprachlicher Zugänglichkeit das Beste, was die Forschung zu bieten hat. Hinzu kommt sein eigener, oft auch literarischer Zugang zum Thema.
Die Moderation des Abends liegt wieder in den Händen von Prof. Wolfgang Meisenheimer. Der Eintritt ist frei.

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Dat Wasser von Düre ...

Das große Interesse, das der Vortrag über die Anfänge der organisierten Trinkwasserversorgung in der Stadt Düren gefunden hat (siehe dazu auch "Pressespiegel"), veranlasst uns, diesen Vortrag in Kürze noch einmal anzubieten, damit alle, die beim ersten Mal keinen Platz mehr gefunden haben, auch eine Chance bekommen.

Außerdem werden wir in absehbarer Zeit eine komplette Version des Vortrags mit den Illustrationen hier digital bereit stellen.
Darüber hinaus wird zu dem Thema weiter recherchiert (es ist ja noch längst nicht alles gesagt) und – wie auf dem Abend gewünscht – anschließend das Thema "Abwasserentsorgung" in Angriff genommen.

Freuen Sie sich also auf weitere appetitliche Abende im Stadtmuseum.


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Eine Erinnerung an den «Neuen Wasserturm»

Zu unseren Presseberichten über die Anfänge der Trinkwasserversorgung in Düren schrieb uns Edmund Goertz aus Gürzenich:

1929 endete die französische Besatzung in Düren. Aus diesem Anlass fand einige Tage später um den [Neuen] Wasserturm herum eine "Befreiungsfeier" statt.
Die Kölnstraße, der "Cölnplatz" um den Wasserturm herum, alle abzweigenden Straßen standen voller Menschen, in einer Abendstunde sollte ein Feuerwerk stattfinden. Ich saß als 5-jähriger auf den Schultern meines Großvaters, der mit mir und anderen Verwandten bis kurz vor die Einmündung zum Cölnplatz vorgedrungen war.
Das Feuerwerk begann und unter dem Jubel der Menschenmenge kam eine Riesengestalt, so hoch wie der Wasserturm, im Feuerwerk zum Vorschein, deren Arme mit Ketten gefesselt waren. Diese Ketten zerbrachen und die herabfallenden Funken ergaben das Wort "FREI".
Dies unter Absingen des Deutschlandliedes, intoniert von der Stadtkapelle unter Kapellmeister Apel. Gegenüber in der 2. Etage eines Hauses in der Kölnstraße hing ein recht angetrunkener Mann im Fenster und grölte: Deu, Deu, Deutschland, Deutschland über alles ...


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Dat Wasser von Düre ...

Wenn wir heute den Wasserhahn aufdrehen, können wir sicher sein, dass uns das sprudelnde Nass nicht umbringt.

Das war nicht immer so!


Als der Dürener Chemiker und Apotheker Dr. Nikolaus Caspary im Jahre 1881 die Brunnen in der Dürener Innenstadt einer genauen Prüfung unterzog, war das Ergebnis seiner Analysen niederschmetternd: In vielen Bereichen der Stadt war das so gewonnene Trinkwasser hochgradig kontaminiert, in einigen Fällen glich es eher bräunlicher Lauge als einem elementaren Nahrungsmittel.


Der Grund dafür lag im starken Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Sättigung des Bodens mit menschlichen Abfallstoffen. Oft lagen (meist auch noch undichte) Sickergruben und Trinkwasserbrunnen nur wenige Meter voneinander entfernt. Zwar gab es in Düren wahrscheinlich nicht solche offenen Latrinenanlagen – das Foto zeigt das Hamburger Gängeviertel um 1890 –, aber auch hier waren die Werte für Ammoniak und Salpetersäure in den untersuchten Wasserproben meist jenseits aller tolerablen Grenzwerte.

Resultat waren u.a. immer wieder (meist epidemisch) auftretende Krankheitswellen: Typhus, Ruhr, Cholera (rechts eine allegorische Darstellung der 1830 zum ersten Mal in Europa auftauchenden Asiatischen Cholera), denen auch in Düren Hunderte zum Opfer fielen, ohne dass man lange etwas über die Ursachen oder die Verbreitungswege wusste.

Was die Stadt dagegen unternahm und wie sie die Forderung Casparys umsetzte, will Bernd Hahne in einem Vortrag am
Mittwoch, dem 18. Januar, 19.00 Uhr
im Stadtmuseum Düren näher erläutern.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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Stadtmuseum Dueren