13 Kulturhäuser locken am 20. Mai mit vielen Extras

Kreis Düren. 13 Kulturhäuser aus dem Kreis Düren beteiligen sich am Sonntag, 20. Mai, am internationalen Museumstag. Sie locken wie stets mit zahlreichen Extras und zumeist freiem Eintritt. "Welt im Wandel – Museum im Wandel" lautet das Motto in diesem Jahr. Gute Tradition ist dank des Sponsorings von DKB und Rurtalbahn, AVV und RVE auch die freie An- und Heimfahrt mit allen Bussen und Bahnen innerhalb des Kreises Düren. Dazu berechtigt ein Coupon, der für eine ganze Familie gilt. Wichtig: Für die Rückfahrt muss er einen Museumsstempel tragen. Dem Anlass entsprechend, stellten Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn und die Vertreter der Häuser die Angebote jetzt im von Otmar Alt gestalteten Kunstzug der Rurtalbahn vor. Geboten wird meist ein Programm für die ganze Familie.

Schirmherr Landrat Wolfgang Spelthahn und die Leiter von 13 Kunst- und Kulturhäusern laden am 20. Mai dazu ein, die Museen im Kreis Düren mit der ganzen Familie zu erkunden.

Das Bergmannshaus "Glück auf" in Aldenhoven ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Führungen gibt es Vorträge über den Aachener Steinkohlenbergbau. Das Burgenmuseum Nideggen (10 – 17 Uhr) bietet die Mitmachaktion "Theaterkulisse und Schauspielunterricht". Am Vorabend des Museumstages steht ab 19.30 Uhr Goethes "Faust" auf dem Programm (Eintritt neun bzw. sieben Euro).
In Vossenack zeigt das Museum "Hürtgenwald 1944 und im Frieden" (10 – 17 Uhr) einige Sonderausstellungen. Im Deutschen Glasmalereimuseum in Linnich (11 – 17 Uhr) gibt es Führungen durch die Ausstellung Ludwig Schaffrath. Sie finden um 11 und 16 Uhr statt. Zudem wird ein Glasmarkt veranstaltet. Clown Ulli tritt um 15 Uhr auf.
Das DKB-Zeitreise-Museum im Heimbacher Bahnhof (10 – 17) bietet an diesem Tag Freifahrten durch den Nationalpark Eifel im Doppeldeckerbus Mäxchen an. Das Museum Zitadelle Jülich (11 – 18 Uhr) eröffnet die Ausstellung "Napoleon – Zwischen Hass und Bewunderung" und zeigt, wie Söldner für das römische Imperium lebten. Präsentiert werden auch die Neuerwerbungen der Schirmer-Sammlung. Zudem gibt es zahlreiche Führungen durch die Zitadelle.
Das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen (11 – 18 Uhr) bietet um 13 Uhr Führungen für Erwachsene und Kinder an. Ab 14.30 Uhr machen die Besucher Bekanntschaft mit der hebräischen Schrift, ein Konzert mit jiddischen Liedern folgt um 16.30 Uhr. Im Töpfereimuseum Langerwehe (11 – 18 Uhr) gewährt eine Sonderausstellung Einblicke ins Leben von Christa Schmitt, die die dortige Töpferwerkstatt von 1958 bis 1983 geleitet hat. Führungen und eine Einladung zum Töpfern (15 – 17 Uhr) runden das Programm ab.
Das ausschließlich von Ehrenamtlern getragene Dürener Stadtmuseum (11 – 17 Uhr) präsentiert um 14, 15 und 16 Uhr historische Bilder und Filme über die Stadt, die 1944 in Schutt und Asche fiel. Die Internationale Kunstakademie Heimbach (10 – 18 Uhr) präsentiert die James Rizzi-Gedenkausstellung (Eintritt sieben, ermäßigt fünf Euro, bis 18 Jahre frei). Eine Führung findet um 16.30 Uhr statt (2,50 Euro). Um 15 Uhr wird ein Mitmach-Theater für Kinder zwischen drei und acht Jahren geboten (zwei bzw. drei Euro). Von 14 bis 16 Uhr bietet der Objektkünstler HJ Kassel den kostenpflichtigen Workshop "ein strich ist ein strich ist ein strich" an (Anmeldung notwendig).
Das Wasser-Info-Zentrum Eifel (10 – 17 Uhr) zeigt als neues Exponat ein Modell des Aquädukts von Vussem. Kinder können ein Unterwassersehrohr basteln. Das Leopold Hoesch- und das Papiermuseum Düren (10 – 17 Uhr) widmen sich der Frage, wie der Klimawandel die Kunst beeinflusst. Der Maibaum wird künstlerisch geschmückt, Luftballon- (13 Uhr), Mal- und Blumenpflanzaktionen für Kinder werden ebenfalls angeboten. Um 12 Uhr spielt "Jules" Live-Musik, um 14 Uhr wird Al Gores Film "Die unbequeme Wahrheit" gezeigt.
Eine Übersicht über die Museen im Kreis Düren gibt es unter www.kreis-dueren.de/Kultur.

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Schüler besuchten Stadtmuseum

Am 24. April besuchte der Leistungskurs Geschichte der Stufe Q1 auf Initiative des Kurslehrers Herrn Klemm das Stadtmuseum. Im Rahmen des Unterrichsthemas "Imperialismus" konnte Rolf Terkatz den Schülern viel Interessantes über den Dürener Afrikaforscher Carl Georg Schillings erzählen. Mehr auf der sehr schönen Homepage der Schule.


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Zum 100. Geburtstag von Jean Schmitz

Die Dürener begegnen ihm noch an vielen Orten, meist ohne es zu wissen oder wahr zu nehmen. Jean Schmitz hat viele Spuren hinterlassen – Grund genug, ihn zu würdigen mit einem Text, den uns seine Tochter Helene von der Milwe zur Verfügung stellte.

Am 4. Mai jährt sich der 100. Geburtstag des Dürener Malers Jean Schmitz (1912-1999). Er war Künstler und Handwerker, ein Meister von Pinsel und Tusche, von Sgrafitto-Technik und Fresko, von Kalligraphie und Gebrauchsgraphik – und er war ein Mann, der seine Heimatstadt und die Eifel liebte. Als er nach dem Krieg in das zerbombte Düren zurückkehrte, packte er beim Wiederaufbau kräftig mit an:
Das Wandgemälde in der Anna-Notkirche in Düren, die Altarmalereien in der Klosterkapelle St. Michael in Heimbach, die Ausmalung der Kapelle der Dürener Blindenschule, die Gestaltung des großen Sitzungssaals im Amtsgericht – noch heute erinnern Skizzen, Zeichnungen und Fotos in seinem Atelier an diese Zeit, wo er an vielen Orten wortwörtlich Farbe in den grauen Alltag brachte, so auch an eine Hausfassade in Düren, die das historische Holztor schmückt.
Wo er nicht Hand anlegen konnte, um Zerstörtes neu zu beleben, da griff er zum Zeichenstift und weckte die Erinnerung an verschwundene Stadtwinkel, an Gassen, Plätze und Häuser.
Zeit seines Lebens blieb Jean Schmitz, den die Malerinnung zum Obermeister und später zum Ehrenobermeister wählte, heimatverbunden. Er wurde 86 Jahre alt.
Er war ein ewig Lernender. Er hatte von 1934 bis 1938 die Werkkunstschule in Köln besucht, doch als Mitte 1980 der damalige Kulturreferent der Handwerkskammer, Perseke, bei ihm anrief und fragte "Machst du mit?" bei der neuen Akademie für Gestaltendes Handwerk in Aachen – da stimmte er sofort zu; aber er kam nicht als Lehrender, der einst an der Berufsschule unterricht hatte und Dozent für Schriftgestaltung an der Volkshochschule war, nein, er wurde wieder zum Studenten, der mit "79" mit Bravour sein Examen bestand. Im alten Kadett "düste" er, wie er sagte, von Düren nach Aachen, wo sich der alte Herr königlich amüsierte, wenn besorgte Eltern ihn fragten, wie sich denn ihre Tochter oder ihr Sohn an der Akademie so machten.

Jean Schmitz lachte gerne – und er malte gerne Menschen, für die Lachen die beste Medizin war: Vor Clowns wie Grock und Charlie Rivel zog er die Künstlerkappe. Und in die Dürener Narrenzunft brachte er gute Laune mit rein, indem er auf Bühne und Plakat dem jecken Treiben Gestalt gab.
Diese Bühne stand im Kolpinghaus (heute Hotel zur Post) – und getreu dem Handwerksvater Kolping machte er sich in jungen Jahren auf die Wanderschaft, die ihn in die Schweiz, nach Italien und später – als Meister – ans Bauhaus führte.
Von den Landschaften entstanden Dutzende von Bildern als Aquarelle oder Tuschezeichnungen. "Impressionistischen Realismus" nannte er seinen Stil, dem er treu blieb. Das Goethe-Zitat "Das einfach Schöne soll der Kenner schätzen" war sein Leitgedanke. Auch in seinen gegenstandslosen Kompositionen liebte er die Kontraste, die Farbenpaare. Das warme Gelb setzte er gegen das kalte Blau, Grün bewusst gegen Rot. Gelb und Orange drückten Nähe aus, Blau und Violett rückten in die Ferne.
Wie in seiner Malerei setzte er 1998 Kontrapunkte in der Ausstellung "Ein Leben mit Farbe" im Dürener Leopold-Hoesch-Museum, wo er – temporär – eine selbst entworfene "Bauhaus-Tapete" an die Wand bringen ließ. Hier stellte er dem Spätwerk die frühen Arbeiten gegenüber, die vor oder während des 2. Weltkriegs entstanden waren. Erkennbar blieb: über allen Bildmotiven lag die gleiche Heiterkeit der Farben. Diese Stimmung spiegelt sich auch in seinen letzten Aquarell-Arbeiten, den "Bretonischen Skizzen", wider.

Jean Schmitz hat an vielen Orten ausgestellt: in Aachen, Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Köln, Lüttich, Paris, Nörvenich und Viersen. In Bonn dankte ihm die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth, weil er Worte aus dem Grundgesetz, das 40 Jahre alt geworden war, kalligraphisch meisterhaft umgesetzt hatte:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar." – "Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei". Von solchen Werten ließ sich Jean Schmitz leiten.

Das Team des Dürener Stadtmuseums wird sich weiterhin darum bemühen, den Nachlass dieses bedeutenden Düreners zu sichten, zu ordnen und der Nachwelt zugänglich zu machen.


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Fotos erzählen Geschichten

Alte Fotografien können richtige Geschichten erzählen – wenn man denn in ihnen zu lesen weiß. Gerade alte Familienbilder, mit denen der Betrachter keine eigenen Erinnerungen verbindet, werden oft entsorgt. Dabei enthalten sie oft wichtige Informationen, die man nur richtig interpretieren muss. So gewähren sie z.B. Einblicke in die Wohnstätten, Lebensumfelder, Kleidungsstile und in das Freizeitverhalten der Vorfahren. Die Anordnung der Personen auf den Bildern gibt Aufschluss über gesellschaftliche Rangordnungen und oft genug lässt sich das Lebensgefühl einer ganzen Epoche aus ihnen ersehen.

Dr. Andreas Stützer beschäftigt sich schon lange mit den interpretatorischen Möglichkeiten, die alte Fotos bieten. Durch Nutzung kollektiven Wissens und den Einsatz von Digitaltechnik ist es heute immerhin möglich, die Inhalte historischer Fotos ansatzweise zu rekonstruieren und diese Informationen dauerhaft zu konservieren. Einige dieser Möglichkeiten, u.a. die zeitliche, räumliche und thematische Einordnung, möchte er in einem Vortrag am Mittwoch, dem 2. Mai, um 19 Uhr im Stadtmuseum in der Arnoldsweilerstr. 38 vorstellen. Der Eintritt ist wie immer frei.


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Auf in's schöne Mayen

Das Stadtmuseum Düren lädt ein zur Exkursion in's Eifelmuseum und das Deutsche Schieferbergwerk in der Genovevaburg.

Hier die näheren Daten:

Termin:Samstag, 28. April 2012
Abfahrt:9.30 hParkbucht vor Haus D der Kreisverwaltung, Bismarckstraße
Programm:11.00 hAuf der Genovevaburg Teilung in 2 Gruppen
Führung im Eifelmuseum für Gruppe 1
Führung im Schieferbergwerk für Gruppe 2
12.00 hWechsel der Gruppen
13.30 hWeiterfahrt nach Bad Neuenahr
14.00 hAnkunft Bad Neuenahr
Freizeit zum Essen, Trinken, Schlendern im Kurpark etc.
17.00 hRückfahrt
18.30 hAnkunft Bismarckstraße

Die Genovevaburg

Erbaut um 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen.

Die Genovevaburg ist eines der Wahrzeichen der Stadt Mayen und steht weithin sichtbar auf einer Felskuppe oberhalb des Marktplatzes.

Die spätgotische Burg wurde im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte mehrfach belagert, zerstört und wieder aufgebaut. Die jetzige Anlage besteht aus der Oberburg mit dem 34 m hohen Goloturm und der etwas tiefer gelegenen Vorburg. Zur Stadt hin ist die Burg durch ein großes Burgtor, zur anderen Seiten durch den Bergfried und eine Zwingeranlage geschützt. Der ehemalige Burggraben ist heute eine Ringstraße, die von einer 20 m langen gotischen Steinbrücke überspannt wird.
Die Genovevaburg beherbergt das Eifelmuseum mit Deutschem Schieferbergwerk.

Das Eifelmuseum mit Deutschem Schieferbergwerk

Das Museum für die Eifel – das muss man erleben.

Seit über 100 Jahren gibt es das Eifelmuseum. Seit über 80 Jahren hat es seine Heimat in der Genovevaburg gefunden und sich im Laufe der Jahre zu dem zentralen Museum der Eifel entwickelt. Der Besucher erfährt hier Wissenswertes über Entwicklung, Geschichte und Kultur der Eifel und seiner Menschen.

Ein ganz besonderes Highlight des Museums ist das 16 Meter unter der Genovevaburg gelegene "Deutsche Schieferbergwerk".
In einem Stollensystem, welches Bergleute im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker für die Bevölkerung erschaffen haben, erhalten die Besucher einen Einblick in den Schieferabbau vergangener Tage.

Das Deutsche Schieferbergwerk

Das Erlebnis im Stollen unter der Genovevaburg.

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit erwartet die Besucher des einzigartigen Deutschen Schieferbergwerks in Mayen: Wo sich vor 400 Millionen Jahren das devonische Meer erstreckte, schlängeln sich heute 16 Meter unter der Genovevaburg die verschlungenen Gänge des Schieferbergwerks.

Dieses besondere Museum informiert anschaulich über Arbeit und Alltag der Schieferbergleute. Anfassen ist in dem 340 Meter langen Stollen-Labyrinth ausdrücklich erlaubt, denn das Schieferbergwerk bietet Abenteuer für alle Sinne.
Über einen Aufzug gelangen die Besucher in eine Welt für Männer, Maschinen und Dynamit. In den unterirdischen Gängen stehen alte Loren, Seilsägen, riesige Schreitbagger und 20 Kilogramm schwere Presslufthämmer.
Attraktion für Kinder und Erwachsene gleichermaßen ist eine simulierte Lorenfahrt durch den Stollen.

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Neuer Vorstand gewählt

Der Satzung gemäß stand auf der Jahreshauptversammlung am 22. März die Neuwahl des Vorstandes auf der Tagesordnung.

Zu Beginn der Veranstaltung erstattete Bernd Hahne in Vertretung des kurzfristig verhinderten Vorsitzenden Paul Larue – der in seiner Eigenschaft als Bürgermeister anderweitig gefordert war – den Bericht über die Aktivitäten des Vereins im abgelaufenen Jahr.

Neben einer erklecklichen Anzahl an Führungen im Stadtmuseum, aber auch im Stadtgebiet sowie vielen öffentlichen und internen Veranstaltungen hob Hahne vor allem die intensive Forschungs- und Recherchearbeit hervor, die mittlerweile von den Aktiven im Stadtmuseum geleistet werde. Besonders im Hinblick auf die für den 1. Advent geplante Eröffnung der III. Abteilung der Ständigen Ausstellung bleibe aber noch ein Berg an Arbeit zu bewältigen.

Immerhin braucht sich der Verein, dank der großzügigen Unterstützung durch die Sparkasse Düren, um die finanzielle Ausstattung keine wirklichen Sorgen zu machen. Schatzmeister Hartmut Böllert gab in seinem Bericht der Hoffnung Ausdruck, dass diese Unterstützung auch in den kommenden Jahren das ansonsten komplett ehrenamtlich betriebene Stadtmuseum für die Dürener erhalten möge.

Für die anschließende Entlastung des alten und die Wahl des neuen Vorstands hatte Felix Röhlich die Sitzungsleitung übernommen. An der Spitze des Vereins gab es auf ausdrücklichen Wunsch von Paul Larue einen Wechsel, und zwar tauschte er mit seinem bisherigen Stellvertreter Bernd Hahne die Position, was auch die Zustimmung der Versammlung fand.

Schatzmeister Hartmut Böllert wurde ebenso im Amt bestätigt wie Schriftführer Rolf Terkatz, neben den bisherigen Beisitzern Dieter Fücker und Helmut Krebs komplettiert jetzt Christel Kreutzer als neue Beisitzerin den Vorstand.

Bernd Hahne betonte in seinem Schlusswort, dass alle Aktiven immer noch überrascht seien über den ungebrochenen Zuspruch, der sich dienstags beim Offenen Treff ebenso zeige wie an den weiterhin zahlreichen Schenkungen und Leihgaben aus der Bevölkerung. Einzig die drangvolle Enge, sowohl im Ausstellungs- als auch im Lagerbereich, bereite einige Sorgen.


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Nächstes Bürgergespräch

Zum dritten öffentlichen Bürgergespräch in der Reihe "Stadtentwicklung – wie sie sein könnte" lädt das überparteiliche "Team Stadtentwicklung" für Freitag, den 30. März, 18.00 Uhr ins Stadtmuseum ein.

An diesem Abend geht es um den Friedrich-Ebert-Platz, der ehedem als Kölnplatz das östliche Eingangstor zur Stadt darstellte. Besonders seit der Errichtung des Neuen Wasserturms mit seinen Kolonnaden und dem illuminierten Springbrunnen im Jahre 1909 war er gleichzeitig ein beliebter Anziehungspunkt für Dürener und Auswärtige.
Heute dagegen ist die verkehrsumtoste Fläche trotz vieler Belebungsversuche ein verlorenes, funktionsloses Stück Stadtfläche. Lässt sich das ändern? Welche Ideen gibt es dazu?
Die Moderation des Abends liegt wieder in den Händen von Prof. Wolfgang Meisenheimer. Der Eintritt ist frei.

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»Rote Tage« in Düren

Auch wenn sie in der bisherigen Stadtgeschichtsschreibung so gut wie gar nicht auftauchen, es hat sie gegeben: Kommunisten in Düren.
In den Wahlen der Weimarer Zeit erreichten sie durchweg beachtliche Stimmenzahlen, waren auch mit Sitzen in Kreistag und Stadtrat vertreten – aber von einer irgendwie gearteten Erinnerung an ihr Wirken oder gar von einer schriftlichen Überlieferung kann keine Rede sein.
Dabei böte sich möglicher Weise durchaus ein farbenprächtiges Bild. Hatten die politischen Auseinandersetzungen in den Jahren zwischen 1918 und 1933 doch einen ganz anderen Charakter als jene der Nachkriegszeit, von den Casting-Shows heutiger Tage ganz zu schweigen. Mit unglaublicher Vehemenz wurde da auf den politischen Gegner eingedroschen, da standen sich Klassen gegenüber, die ihren Kampf teilweise auf der Straße ausfochten.
Dazu hatten sich die Parteien ihre eigenen Organisationen geschaffen, die man – positiv gesehen – als Ausdruck wehrhafter Demokratie interpretieren könnte: Das "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" von SPD, DDP und Zentrum, dem im rechten Spektrum der "Stahlhelm" und die "Sturm-Abteilungen" (SA) der Nazis gegenüberstanden.
Auf der äußersten Linken versuchte die KPD, dem mit dem "Roten Frontkämpfer-Bund" etwas entgegen zu setzen. Offiziell von der Partei unabhängig und ursprünglich die "Organisation der Weltkriegsteilnehmer des Proletariats", wurde er sehr schnell zum ausführenden Organ der KPD in den handfesten Auseinandersetzungen jener Zeit.
Beliebtes Mittel, um die eigene Stärke zu demonstrieren, waren Ausmärsche, möglichst mit eigener Musikkapelle und in Uniform. Damit auch genügend Teilnehmer zusammen kamen, zog man sie gerne auch aus dem gesamten Gau Mittelrhein des RFB zusammen und veranstaltete dann sogenannte "Rote Tage", von denen allein zwischen 1925 und 1928 über 40 stattfanden.
Einen solchen "Roten Tag" gab es auch am 26./27. Juni 1926 in Düren. Ob die Dürener "Bourgeoisie" beim "Massentritt der Arbeiter-Bataillone" erzitterte, wie die Aachener "Arbeiter-Zeitung" prophezeite, oder ob sie sich eher hinter vorgezogener Gardine amüsierte, wird
Prof. Günter Bers vom Historischen Institut der Universität Köln in einem Vortrag am Mittwoch, dem 29. Februar 2012, um 19 Uhr
im Dürener Stadtmuseum, Arnoldsweilerstr. 38, klären. Der Eintritt ist frei.

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Drei mol Düre Alaaf!

Wenn dat Trömmelche jeht, jöck et os och en de Been, on dann mösse mir nom Zoch jonn.

Dowäje haale mir dä nächste Sonndaach die Porz jeschlosse.

Ävve dot net kriesche, donoh semme jo wedde für Üch do – jede Sonndaach on jede Denksdaach.
Mir waaden op Üch!

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Nächstes Bürgergespräch

Zum zweiten öffentlichen Bürgergespräch in der Reihe "Stadtentwicklung – wie sie sein könnte" lädt das überparteiliche "Team Stadtentwicklung" für Mittwoch, den 25. Januar, 18.00 Uhr ins Stadtmuseum ein.

Zu Gast ist dieses Mal Prof. Dr. Roland Günter, Hochschullehrer und Schriftsteller. Er lebt in der ältesten Siedlung des Ruhrgebiets: Eisenheim in Oberhausen – im Schatten des Gasometers, einer der eigentümlichsten Ausstellungs-Hallen. Schon 1967 entdeckte er, als junger Angestellter im Landesdenkmalamt Rheinland, für die Denkmalpflege die Welt der Industrie. Seit der Zeit forscht er darin mit vielen Veröffentlichungen. Er hat das Verdienst, an einer weitreichenden Veränderung der Vorstellungen mitgewirkt zu haben, was Bau-Denkmale sind. Weil er überzeugt davon ist, dass sie Güter der gesamten Gesellschaft und nicht nur einiger Experten sind, schreibt er in einer Form, die vielen Menschen zugänglich ist. Der Autor vermittelt bei optimaler sprachlicher Zugänglichkeit das Beste, was die Forschung zu bieten hat. Hinzu kommt sein eigener, oft auch literarischer Zugang zum Thema.
Die Moderation des Abends liegt wieder in den Händen von Prof. Wolfgang Meisenheimer. Der Eintritt ist frei.

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Dat Wasser von Düre ...

Das große Interesse, das der Vortrag über die Anfänge der organisierten Trinkwasserversorgung in der Stadt Düren gefunden hat (siehe dazu auch "Pressespiegel"), veranlasst uns, diesen Vortrag in Kürze noch einmal anzubieten, damit alle, die beim ersten Mal keinen Platz mehr gefunden haben, auch eine Chance bekommen.

Außerdem werden wir in absehbarer Zeit eine komplette Version des Vortrags mit den Illustrationen hier digital bereit stellen.
Darüber hinaus wird zu dem Thema weiter recherchiert (es ist ja noch längst nicht alles gesagt) und – wie auf dem Abend gewünscht – anschließend das Thema "Abwasserentsorgung" in Angriff genommen.

Freuen Sie sich also auf weitere appetitliche Abende im Stadtmuseum.


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Eine Erinnerung an den «Neuen Wasserturm»

Zu unseren Presseberichten über die Anfänge der Trinkwasserversorgung in Düren schrieb uns Edmund Goertz aus Gürzenich:

1929 endete die französische Besatzung in Düren. Aus diesem Anlass fand einige Tage später um den [Neuen] Wasserturm herum eine "Befreiungsfeier" statt.
Die Kölnstraße, der "Cölnplatz" um den Wasserturm herum, alle abzweigenden Straßen standen voller Menschen, in einer Abendstunde sollte ein Feuerwerk stattfinden. Ich saß als 5-jähriger auf den Schultern meines Großvaters, der mit mir und anderen Verwandten bis kurz vor die Einmündung zum Cölnplatz vorgedrungen war.
Das Feuerwerk begann und unter dem Jubel der Menschenmenge kam eine Riesengestalt, so hoch wie der Wasserturm, im Feuerwerk zum Vorschein, deren Arme mit Ketten gefesselt waren. Diese Ketten zerbrachen und die herabfallenden Funken ergaben das Wort "FREI".
Dies unter Absingen des Deutschlandliedes, intoniert von der Stadtkapelle unter Kapellmeister Apel. Gegenüber in der 2. Etage eines Hauses in der Kölnstraße hing ein recht angetrunkener Mann im Fenster und grölte: Deu, Deu, Deutschland, Deutschland über alles ...


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Dat Wasser von Düre ...

Wenn wir heute den Wasserhahn aufdrehen, können wir sicher sein, dass uns das sprudelnde Nass nicht umbringt.

Das war nicht immer so!


Als der Dürener Chemiker und Apotheker Dr. Nikolaus Caspary im Jahre 1881 die Brunnen in der Dürener Innenstadt einer genauen Prüfung unterzog, war das Ergebnis seiner Analysen niederschmetternd: In vielen Bereichen der Stadt war das so gewonnene Trinkwasser hochgradig kontaminiert, in einigen Fällen glich es eher bräunlicher Lauge als einem elementaren Nahrungsmittel.


Der Grund dafür lag im starken Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Sättigung des Bodens mit menschlichen Abfallstoffen. Oft lagen (meist auch noch undichte) Sickergruben und Trinkwasserbrunnen nur wenige Meter voneinander entfernt. Zwar gab es in Düren wahrscheinlich nicht solche offenen Latrinenanlagen – das Foto zeigt das Hamburger Gängeviertel um 1890 –, aber auch hier waren die Werte für Ammoniak und Salpetersäure in den untersuchten Wasserproben meist jenseits aller tolerablen Grenzwerte.

Resultat waren u.a. immer wieder (meist epidemisch) auftretende Krankheitswellen: Typhus, Ruhr, Cholera (rechts eine allegorische Darstellung der 1830 zum ersten Mal in Europa auftauchenden Asiatischen Cholera), denen auch in Düren Hunderte zum Opfer fielen, ohne dass man lange etwas über die Ursachen oder die Verbreitungswege wusste.

Was die Stadt dagegen unternahm und wie sie die Forderung Casparys umsetzte, will Bernd Hahne in einem Vortrag am
Mittwoch, dem 18. Januar, 19.00 Uhr
im Stadtmuseum Düren näher erläutern.

Der Eintritt ist wie immer frei.

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