Die Ständige Ausstellung
Ende November 2009 wurde, nach nur halbjähriger Vorbereitungszeit, der erste Teil der Ständigen Ausstellung zur Dürener Stadtgeschichte der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir kleine Ausschnitte daraus. Sie können – selbstverständlich – einen Besuch im Stadtmuseum nicht ersetzen.

Dieser erste Abschnitt behandelt den Zeitraum von der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 747 bis zum Ende der Franzosenherrschaft 1814 und ist inhaltlich unterteilt in:

01. Vor- und Frühgeschichte (eigener Raum)
Steinzeitliche Besiedlung ist anhand zahlreicher Funde im gesamten alten Stadtgebiet nachweisbar, allerdings keine Spuren einer Siedlung der Römerzeit innerhalb der mittelalterlichen Stadt. Einbeziehung der neuesten Forschungen von Heinrichs über die Existenz von „Marcodurum“ im Bereich von Mariaweiler.

02. Fränkische Besiedlung, Königliches Hofgut und Pfalz
Innerhalb der 747 als Versammlungsort genannten villa duria existierte westlich der 775 erstmals genannten Kapelle (Vorgängerbau der Annakirche) ein Königshof, der bis 774 zum palacium regium, einer königlichen Pfalzanlage, ausgebaut wurde. 747-779 war der Königshof bzw. die Pfalzanlage mehrfach Tagungsstätte für Gerichts-, Kirchen- und Reichsversammlungen. Kaiser Karl hat sich mehrfach in Düren aufgehalten, zuletzt 782.

03. Stadtwerdung und -befestigung
Nach der wahrscheinlichen Zerstörung 880/1 durch Normannen und dem 941 bezeugten Wiederaufbau der jetzt kleineren Kirche entwickelte sich in deren Umfeld eine Markt- und Gewerbesiedlung. Die eigentliche Erhebung zur Stadt ist nicht überliefert, eine erste Erwähnung als städtische Siedlung datiert aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert, so dass für diesen Zeitraum der Beginn der Stadtbefestigung anzusetzen ist.  

04. Düren als Marktflecken im Herzogtum Jülich, Handel und wirtschaftliche Entwicklung
Düren als Stadt der Märkte, 1325 erstmals Korn-, Vieh-, Hühner- und Brotmarkt genannt, die jeweiligen Örtlichkeiten erhalten entsprechende Straßenbezeichnungen.
Im 13. und 14. Jahrhundert wirtschaftliche Hochphase durch florierenden Woll- und Tuchhandel. Seit dem 15. Jahrhundert Metall und Textilien erzeugende und verarbeitende Gewerbe vorherrschend. Daneben bedeutender Wein- und Getreidehandel.


05. Düren als Wallfahrtsort nach dem Verbleib des Annahauptes in Düren
Den Verbleib der 1501 im Mainz gestohlenen Reliquie regelt eine päpstliche Bulle aus dem Jahre 1506. Danach Einsetzen einer lebendigen Wallfahrt. Annaverehrung als Ursprung der Annakirmes.

06. Kirchliches Leben
Neben der Pfarrkirche St. Martin bzw. St. Anna existierten bis zur Franzosenzeit teilweise bis zu 11 Ordensgemeinschaften / Klöster. Ab dem 16. Jahrhundert Aufkommen der reformierten Glaubensgemeinschaft.

07. Zerstörung Dürens 1543
Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen dem Herzogtum Jülich und dem deutschen Kaiser Karl V. wird Düren belagert und weitgehend zerstört.

08. Niedergang der Stadt im 30jährigen Krieg und in den französischen Raubkriegen
Die Einwohnerzahl sinkt auf die Hälfte, Gewerbe und Handel gehen drastisch zurück, die Einwohner müssen ungeheure Lasten durch ständige Einquartierungen, Kontributionen, Plünderungen ertragen.

09. Französische Herrschaft 1794 - 1814
Nach der Eroberung durch Napoleon zeitweise Eingliederung in den französischen Staat mit gravierenden sozialen, gesellschaftlichen und politischen Veränderungen.
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Stadtmuseum Dueren
Ausstellung
Blick in den Ausstellungsraum