Weihnachtspause

Das Stadtmuseum schließt für eine kurze Weihnachtspause seine Türen.

Das Team wüscht allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.



Wir sehen uns wieder zum Offenen Treff am Dienstag, dem 3. Januar 2012.

* * * * * * *
Gedenken an die Zerstörung

Der alliierte Bombenangriff vom 16. November 1944 und die dadurch erfolgte Zerstörung der alten Stadt Düren sind immer noch offene Wunden und im Gedächtnis der Menschen tief verankert. Dem versuchen jedes Jahr Gedenkveranstaltungen an diesem Tag Rechnung zu tragen.

Ergänzend zu den offiziellen Terminen hat das Stadtmuseum Düren für diesen Tag ein kleines Programm vorbereitet, mit dem an diesen Tag und die Folgen erinnert werden soll.

Eine Präsentation mit Bildern, Texten und kurzen Filmsequenzen schlägt den Bogen vom alten über das zerstörte zum neuen Düren, ebenso wie die vor einigen Jahren vom Stadtarchiv zusammengestellte Ausstellung, die in großen Teilen noch einmal zu sehen sein wird.


Ein von den Alliierten gedrehter Film zeigt Gänge durch und Flüge über das zerstörte Düren. Hier sind die Besucher aufgefordert, ihre Kenntnisse einzubringen, denn viele Stellen des Films sind noch nicht identifiziert.
Abgerundet wird das Programm durch Lesungen aus Zeitzeugenberichten.

Termin: Mittwoch, 16. Nov. 2011, ab 19.00 bis 22.00 Uhr durchgehend
Stadtmuseum Düren, Arnoldsweilerstr. 38
Eintritt frei


* * * * * * *
"Ich habe mir gesagt, ich muss raus, ich muss raus"

Gerne machen wir noch einmal Werbung für eine Kollegenveranstaltung. Im Rahmen des Projektes "Kindertransporte aus NRW 1938/39" gibt es am Sonntag, 13.11., 15 Uhr in der Synagoge Rödingen einen Vortrag und eine Präsentation von Dr. Cordula Lissner und Dr. Ursula Reuter.

Mehr als 10.000 jüdische Kinder und Jugendliche konnten nach dem Novemberpogrom (9./10.11.1938) mithilfe des "Kindertransports" nach Großbritannien ausreisen, bis der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs die Fortsetzung dieser Rettungsaktion unmöglich machte. Die neue Website des Kölner Lern- und Gedenkorts Jawne www.kindertransporte-nrw.eu erzählt Lebensgeschichten von Männern und Frauen, die durch den Kindertransport gerettet wurden und informiert über die Geschichte der Kindertransporte aus dem heutigen NRW. Im Mittelpunkt der Projektpräsentation stehen Beispiele aus der Region zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln.

Die Historikerin Dr. Cordula Lissner arbeitet als Projektentwicklerin, Publizistin und Hochschuldozentin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte von Migration, Exil und Rückkehr sowie die deutsch-jüdische Geschichte im 20. Jahrhundert.
Die Historikerin und Judaistin Dr. Ursula Reuter lehrt und forscht zur europäisch-jüdischen Geschichte und Kultur von der Frühen Neuzeit bis heute sowie über das jüdische Köln.
Termin: Sonntag, 13. Nov. 2011, 15.00 Uhr
Eintritt 3,- Euro (inkl. Besichtigung der Gebäude und der Dauerausstellung)
LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen
Mühlenend 1, 52445 Titz
Tel 02463 993098
synagoge-roedingen@lvr.de, www.synagoge-roedingen.lvr.de


* * * * * * *
Öffentliches Bürgergespräch

An vielen Orten in Deutschland und anderswo artikuliert sich Unwillen über Entscheidungen, die in nicht-öffentlichen Sitzungen und geschlossenen Gremien gefällt werden. Viele Bürger wollen stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, deren Ergebnisse sie unmittelbar betreffen.

Dieses Anliegen möchte ein überparteiliches "Team Stadtentwicklung" aufgreifen und startet dazu eine Reihe von öffentlichen Bürgergesprächen. Dabei soll es vor allem um Wege und Möglichkeiten gehen, wie Bürgerbeteiligung funktionieren kann und wo sie schon erfolgreich z.B. in die Stadtplanung integriert worden ist.

Als Gast des ersten Abends wird Hans P.G. Hoorn, bis 2001 Direktor des Stadtentwicklungsamtes der Stadt Maastricht, von seinen Erfahrungen in unserer holländischen Nachbarstadt berichten. Hoorn hat diese Prozesse maßgeblich initiiert und vorangetrieben, auch gegen anfängliche Widerstände. Mittlerweile gilt die Entwicklung in Maastricht als modellhaft und Hoorn ist gefragter Referent in den deutschsprachigen und den Benelux-Ländern.


Die Moderation des Gesprächs, das auf eine Stunde begrenzt sein soll, wird Prof. Wolfgang Meisenheimer übernehmen.
Termin: Freitag, 18. Nov. 2011, 18.00 – ca. 19.00 Uhr
Stadtmuseum Düren Arnoldsweilerstraße 38.
Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Das zweite Bürgergespräch der Reihe "Eine Stunde Stadtentwicklung: Düren, wie es sein könnte" findet im Januar 2012 statt. Dann ist zu Gast Professor Dr. Roland Günter, Vorsitzender Deutscher Werkbund, zum Thema: "Methode Oberhausen (Ideensammlung zur Stadtentwicklung)"


* * * * * * *
Auf den Spuren der Juden in Düren

Jedes Jahr im November rückt die Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit – aus traurigem Anlass.

Wenige Tage vor der Pogromnacht 9./10 November findet der Rundgang auf jüdischen Spuren erneut statt. Er beginnt an der Arnoldsweilerstraße, wo seit dem Mittelalter der Friedhof der jüdischen Gemeinde – außerhalb der ummauerten Stadt „vor dem Wirteltore“ – lag. Im Stadtzentrum wird dann der Geschichte der Juden und einzelner jüdischer Familien nachgegangen, in den letzten Jahren verlegte „Stolpersteine“ markieren diese Orte.

In der Schützenstraße – hier steht eine der zehn „Rückriem-Stelen“ – wird über die 1872 eingeweihte und am 9. November 1938 in Brand gesetzte Synagoge informiert. Vorbei an einigen erhaltenen Häusern jüdischer Familien im Bereich Adenauerpark/ Binsfelder Straße geht es zum jüdischen Friedhof, wo ab 1888 bis vor wenigen Jahren Juden beerdigt wurden.

Leitung: Ludger Dowe (Dürener Geschichtswerkstatt), Tel. 02421-74329
Termin: Sonntag, 6. Nov. 2011, 10.00 – ca. 12.30 Uhr
Treffpunkt: Arnoldsweilerstraße / Nähe Josef-Schregel-Straße.
Entgelt: 5,00 € (Jugendliche frei), wird beim Treffpunkt eingesammelt.
Voranmeldung ist nicht erforderlich.


Hier gibt es ergänzende Informationen zum Thema.

* * * * * * *
Lebensgeschichten aus erster Hand

Menschen aus unserer Mitte aus ihrem Leben erzählen zu lassen ist Sinn der Veranstaltungsreihe "Dürener auf der Couch" des Stadtmuseums, die am nächsten Mittwoch, dem 12. Oktober, um 19 Uhr ihre Fortsetzung erfährt.

Mit Irmgard Lemmes und Marianne Hinzen werden gleich zwei Dürenerinnen auf der Couch Platz nehmen, deren Namen den Alteingesessenen sicher ein Begriff sind. Die eine, "das Mädchen aus dem Porzellangeschäft", war als Tochter eines Engländers, den die Liebe im Rheinland festhielt, von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs ganz besonders betroffen. Den Angriff vom 16. November überlebte sie im Keller des eigenen Hauses in der Wirtelstraße, während in den Nachbarhäusern viele zu Tode kamen.
Die andere wuchs mit ihren drei Geschwistern in einem großen Haus in der Weierstraße auf, in dem ihr Vater lange Jahre die in alter Handwerkskunst hergestellten Schuhe verkaufte. Kriegsjahre, Zerstörung und Wiederaufbau ihrer Heimatstadt erlebte sie hautnah, weshalb sie sich wünscht, dass sich heute wieder mehr Mitbürger für die Entwicklung Dürens engagieren würden.
Neben den persönlichen Erzählungen werden einige Bilder aus der Vergangenheit an das alte Düren erinnern.
Der Eintritt zu der Veranstaltung im Stadtmuseum, Arnoldsweilerstr. 38, ist wie immer frei.

* * * * * * *
Dürener Stadtteile IV: Der Südosten mit dem Rad

Und wir sind wieder unterwegs, dieses Mal – wegen der größeren Entfernungen – mit dem Drahtesel.

Am Treffpunkt wird erklärt, warum die Nörvenicher Straße lange "Barackenweg" hieß. Nach einem kurzen Besuch auf dem Jüdischen Friedhof und im "Satellitenviertel" geht die Fahrt in den Süden der Stadt. Links und rechts der Euskirchener Straße gibt es Spuren der jüngeren Stadtgeschichte und Stadtentwicklung (u.a. die "Riemann-Kasernen"). Das ältere der beiden "Muttergotteshäuschen" am Ende der Zülpicher Straße geht weit in die Stadtgeschichte zurück. Über das so genannte "Agnesviertel" geht die Route zurück ins Stadtzentrum, wo an der Nideggener Straße und der Oberstraße weitere historische Spuren vorgestellt werden.

Leitung: Hartmut Böllert / Ludger Dowe (Dürener Geschichtswerkstatt)
Termin: Samstag, 8. Okt. 2011, 14 – ca. 16.30 Uhr.
Treffpunkt: Schulhof der Paul-Gerhard-Schule, Nörvenicher Straße.
Entgelt: 5.- Euro (Jugendliche frei), wird beim Start eingesammelt.
Anmeldung: bis 4. Okt. bei Ludger Dowe, Tel 02421-74329 oder Email: ludgerdowe@gmx.de.

* * * * * * *
Ersatzführung bei genug Interesse

Enttäuschte Gesichter gab es bei Geschichtsinteressierten, die am Tag des offenen Denkmals vergeblich auf eine Nachmittagsführung an der Drehscheibe am Bahnhof in Düren gewartet hatten. Offensichtlich war fälschlicherweise in einer Zeitung ein 15-Uhr-Termin eingetragen, der bei den Veranstaltern selbst nicht vorgesehen war. "Leider konnten wir diesen Fehler nicht mehr korrigieren und so habe einige umsonst gewartet", bittet Denkmalpflegerin Heike Kussinger-Stankovic nochmals um Entschuldigung. Es soll jedoch noch eine Ersatzführung angeboten werden. "Wann und wo, hängt von der Nachfrage ab", so Heike Kussinger-Stankovic.
Wer Interesse hat, kann sich unter Tel. 02421/252429 oder per E-Mail unter h.kussinger-stankovic@dueren.de melden.

* * * * * * *
Dürener Stadtteile III: Lendersdorf

Die Reihe unserer Exkursionen durch die Dürener Stadtteile setzen wir jetzt im südlichsten Zipfel unserer Stadt fort.

Seit der Kommunalen Neugliederung 1972 gehört der vorher selbständige Ort zu Düren, heute leben ca. 4000 Menschen hier im Süden der Stadt. Die Anfänge des Ortes gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück.
Spuren der Orts- und Industriegeschichte, vor allem die Kirche St. Michael mit einem der in unserem Raum seltenen Flandrischen Schnitzaltäre (von Benedikt Dreyer), aber auch kleinere Objekte und die Gebäude der "Lendersdorfer Hütte" - Eberhard-Hoesch & Söhne - werden bei diesem Rundgang aufgesucht. Ein Ort mit zeitgeschichtlichem Bezug ist die "Thuirs Mühle", wo Juden aus dem südlichen Kreisgebiet vor der Deportation kaserniert waren - eine der Rückriem-Stelen erinnert daran.

Leitung: Gregor Hecker / Ludger Dowe
Termin: Samstag, 24. Sept., 14 bis ca. 16.30 Uhr
Treffpunkt: Rurtalhalle, neben der Kirche.
Entgelt: 5,00 Euro (Jugendliche frei), wird beim Start eingesammelt.
Anmeldung: bis 20. Sept. bei Ludger Dowe, Tel. 02421-74329 oder ludgerdowe@gmx.de.

* * * * * * *
Dürener Mühlenteiche neu entdecken

Die Dürener Mühlenteiche sind in ihrer Gesamtheit ein bedeutendes Industriedenkmal und stehen kurz vor der Eintragung in die städtische Denkmalliste. Aus dem Bewusstsein der Dürener sind sie allerdings ein wenig verschwunden.



Teil eines Gesamtplans des Dürener Mühlenteiches von 1929/30, der am Sonntag gezeigt wird.

Das zu ändern ist ein Ziel der Präsentation des Dürener Stadtmuseums am kommenden Sonntag, dem "Tag des Offenen Denkmals". In einem Zelt im Hoesch-Park, unmittelbar an der Stadtmauer, werden Pläne, Karten, Modelle und weitere Informationen über die Bedeutung dieser aus Altarmen der Rur entstandenen künstlichen Gewässer unterrichten, die für die Entstehung und Entwicklung der Dürener Industrie von so entscheidender Bedeutung waren.
Vielleicht ist dies ja ein kleiner Schritt auf dem Weg, diese einmaligen Fließgewässer wieder stärker ins Stadtbild zurück zu holen.

* * * * * * *
"Sommer"-Pause beendet

Ab sofort ist das Stadtmuseum wieder jeden Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Das gilt auch für Sonntag, den 11.09. (Tag des Offenen Denkmals) und Sonntag, den 18.09. (Stadtfest).

Am nächsten Sonntag bieten außerdem die Familienforscher der Westdeutschen Gesellschaft wieder ihre sachkundige Hilfe bei Fragen zum eigenen Stammbaum an.

* * * * * * *
Kleine Korrekturen

Zu dem Pressebericht der "Dürener Nachrichten" vom 26.08. müssen wir einige kleine Korrekturen melden:

Die Präsentation zu den Dürener Mühlenteichen findet statt in einem Zelt im Hoeschpark hinter der Pleussmühle. Behandelt wird vorrangig der Dürener Teich, der sich von Schneidhausen bis hinter Birkesdorf erstreckt (und nicht, wie es im Text heißt, "der Teich in der Weierstraße und der August-Klotz-Straße, zwischen Pleussmühle und Stiftischem Gymnasium" - das ist, grob gesagt, der Standort unseres Zeltes). Die Präsentation findet nur dort statt, eine parallele Ausstellung zu diesem Thema in den Räumen des Stadtmuseums gibt es nicht.

Trotz dieser kleinen Unstimmigkeiten sind natürlich alle herzlich eingeladen, sich über dieses wichtige und leider etwas aus dem Bewusstsein verschwundene Stück Dürener Geschichte zu informieren. Die Mitarbeiter des Stadtmuseums stehen von 10 bis 17 Uhr zu Gesprächen und Informationen bereit.

* * * * * * *
Ein Beispiel nehmen

In der aktuellen Diskussion um den Bau der B 56 neu um Düren herum könnte uns ein Blick in die Geschichte helfen:

20. August 1825
"Der Weg von Düren nach Birkesdorf ist auf Kosten einiger Herren Fabrikanten aus Düren in diesem Jahre beinahe bis an die Stadt Düren in so guten Stand gesetzt, und dabei soviel Sachkenntniß und Sorgfalt an den Tag gelegt worden, wie man dies von einem Haupt-Kreis-Wege nur verlangen kann.
Indem ich nicht ermangele, die lobenswerthen Bemühungen der gedachten Herren Fabrikanten, und ihre Aufopferungen für das allgemeine Beste im Namen des Publikums dankbar anzuerkennen - wünsche ich zugleich, daß auf einigen anderen Punkten, wo die Wege noch so sehr in Unstand sind, und wo man über die Art einen Weg dauerhaft zu machen, noch nicht genug unterrichtet ist, man sich den Weg von hier nach Birkesdorf zum Muster nehmen, und danach verfahren möchte.
Düren, den 20. August 1825.
Der Königliche Landrath, von Ripperda."
Kreis Dürener Korrespondenzblatt, Nr. 34 v. 20.08.1825

* * * * * * *
Geschichte der Glashütte aufarbeiten

Das Unternehmen Peill & Putzler gehörte zu den ersten Adressen für hochwertige Gläser und Lampen. Fast ein ganzes Jahrhundert lang.

Die Geschichte dieser weltberühmten Dürener Firma aufzuarbeiten hat sich ein Arbeitskreis zur Aufgabe gesetzt, der sich jetzt im Stadtmuseum gegründet hat. Dazu soll die Geschichte der Glasproduktion in Düren von der Gründung im Jahre 1903 bis zu ihrer Aufgabe recherchiert, dokumentiert und später der Öffentlichkeit auf einem Datenträger zugänglich gemacht werden.
Aus diesem Grund appelliert der Arbeitskreis an die Besitzer von Fotos, Jubiläumsschriften, Katalogen, Rechnungen, Lieferscheinen, Arbeits- und Lehrverträgen u.a.m., dem Stadtmuseum diese zur Verfügung zu stellen, sei es als Leihgabe oder Schenkung. Leihgaben werden von uns gescannt, Gegenstände ausgestellt und bei zeitlicher Befristung zurückgegeben. Selbstverständlich erhält jeder Leihgeber eine Empfangsbescheinigung.
Fragen Sie bei Bekannten, Nachbarn und Freunden nach Beiträgen für die Umsetzung dieser schönen Aufgabe.
Ansprechpartner im Stadtmuseum ist Dieter Fücker, Tel.: 02421/981857, oder der Arbeitskreis "Glashütte Düren", dessen Mitglieder Sie jeden Dienstag ab 18.00 h im Rahmen unseres "Offenen Treffs" im Stadtmuseum antreffen können.

* * * * * * *
Praktische Namensgebung

Manchmal fragt man sich ja schon, wie einige Leute zu ihren Namen kommen. Hier haben wir ein Beispiel, wie so etwas zustande kommt.

Im Jahre Tausend acht Hundert zwanzig
den eilften des Monats August, nachmittags
vier Uhr, erschien vor mir Johann
Heinrich Flügel, Bürgermeister von
Düren, als Beamten des Personenstandes,
die Gertrud Klinckenberg, dreißig
drei Jahr alt, Standes Geburtshelferin,
wohnhaft zu Düren, Regierungs-
Departement Aachen, welche mir ein
Kind männlichen Geschlechts vorzeigte,
und mir erklärte, daß dieses Kind
den eilften des Monats August
Tausend acht Hundert zwanzig nach
Mitternacht geboren ist, und
ausgesetzt vor dem hiesigen Phillips-
Thor, neben der Thür der städtischen
Walkmühle, befunden worden ist.
Ich habe nun diesem Kinde
in Gemäsheit der Instruktion des Ministers
vom Innern vom dreißigsten Januar
Tausend acht Hundert zwölf, den Namen
Gottlieb Christian Walker,
gegeben, diese Vorzeigung und
Erklärung hat statt gehabt, im Beyseyn
des Joseph Klinckenberg, sechs
und Dreißig Jahre alt, Standes Polizey-
Diener, wohnhaft zu Düren und des
Johann Scholl, ein und vierzig
Jahr alt, Standes Gefangenwärter,
wohnhaft zu Düren, und haben
vorbenannter erklärender Theil sowohl,
als die Zeugen, nach ihnen geschehener
Vorlesung, gegenwärtige Urkunde
mit mir unterschrieben.

[Unterschriften]
Flugel
Gertrudis Klinckenberg
Joseph Klinckenberg
Johann Scholl

Geburtsurkunde Nr. 126 Gemeinde Düren Kreis Düren Regierungs-Departement Aachen vom 11.08.1820 (Stadtarchiv Düren, aufgenommen von Rosi Plücken)

* * * * * * *
Der Dürener Stadtbach – gleichzeitig Müllabfuhr und Nahrungsquelle

Das folgende Schriftstück stammt aus dem Stadtarchiv Düren (Archiv Schoeller-Prym, A I 3a, Teichangelegenheiten 16. – 18. Jahrhundert, Umschlag Teichangelegenheiten [ohne Datum, ca. 2. Hälfte 18. Jahrhundert]) und zeigt anschaulich, welche Bedeutung der Dürener Stadtbach für Wirtschaft und Gewerbe der Stadt, aber auch für die Bevölkerung hatte. Gleichzeitig lässt es uns erahnen, unter welch hygienischen Bedingungen damals gelebt und gearbeitet wurde.

Der Verfasser stammt aus dem Umfeld der Dürener Gewandzunft. Er verteidigt sein Handwerk, das offenbar von den Bierbrauern als Verursacher der Wasserverschmutzung angesehen wird. Im Gegenzug klagt er diese wegen der Verwendung giftiger Inhaltsstoffe beim Bierbrauen an. Das Schriftstück lässt erkennen, welche hygienisch katastrophalen Zustände in Düren (und natürlich nicht nur hier) geherrscht haben und wie belastet der durch die Stadt geleitete Bach gewesen ist.



Pro Memoria

Die gemeine kleine stadtbach dienet allen bürgeren ohne unterscheidt und nicht denen breueren allein zu ihrer bequemligkeit, um nicht allein sich des wassers bedienen zu können, sondern dadurch auch allen unflath der aus denen häuseren, viehställen, mistpfützen und farbereyen fließet ohne zu leeden und weg zu führen.
Da nun keine besondere gänge in der stadt angelegt sind, um den unflath abzuführen, so hat ein jeder recht seine mistpfütze, waschlaugen, farben etc. auszugießen und es der bach zu überlassen, wo sie sie hinführet.
Ein breuer hat keine eine stundt nöthig um das erforderliche wasser zu seinem gebräu zu schöpfen, und dieses geschiehet mehrentheils abends und in der nacht da das wasser klar ist.
Trifft es sich dass bey tage muß geschöpft werden, so wird ein jeder vernünfftiger und menschenfreundlicher mann mit dem wollspülen und ausgießen der farbkessel gerne so lang einhalten lassen, wan es ihme angedienet oder gefordert wird biß der breuer sein wasser geschöpft hat.
Frembd komt es heraus dass die herren breuer von gifftigen materialien reden wollen, die zur farberey gebraucht werden. Da die haubtsächlichste und mehreste farben nicht allein gantz unschädlich sondern gar als tisanen [pflanzlicher Extrakt] und zur medecin können gebraucht werden.
Bekannt ist es so gar dass der arsenic, der doch von uns gar nicht gebraucht wird, wan er in genugsamen wasser diluiret worden, gantz ohne krafft und unschädlich ist.
Soll man denen herren breueren aber sagen, wo ihre vergifftungen herkommen, so thut es uns leidt ihnen sagen zu müssen, dass sie sich der aschlaugen und zwar in allzu großer menge, gartzen, kälber gebudder mit allem unrath und dergleichen mehr die gärung der biere entweder verhinderenden oder gar übertreibenden sachen bedienen, wovon sie selbst keine einsicht haben, viel weniger eine raison anzugeben wissen als diese, dass sie das maltz und hopffen sparen und dass bier braun machen.
Wo hat man je von alten breueren, denen diese schmierereyen unbekant waren und die zu gewissenhafft waren, um sie zu brauchen und die zu einem guten reinen bier nichts als maltz und hopfen gebrauchen, klagen gehöret, dass ihre biere verdorben seyen.
Kein einzig brauhauß ist auch in der stadt, daß nicht vor und nach von tuchfabricanten oder anderen bürgern wäre gebraucht worden und man bindet sich gar nicht an ein bräuhauß und dannoch weiß man nichts von verderben des biers, wan anderst das maltz gut gemacht und gemahlen ist.
Ein hochweiser stadtrath hat darum billig recht und fug denen bräueren alle schmierereyen des biers unter schwerer straff zu verbieten und einen aufseher zu bestellen, der jedes gebräu eidt- und pflichtmäßig untersuchen müsste, damit dergleichen unerlaubte schmierereyen nicht mehr vorgingen und krankheiten unter dem gemeinen volck so viel möglich verhütet werden.
Denen breueren wäre es selbst vortheilhafter und einträglicher nicht weniger dem churfürstlichen aerario, wan sie gutes reines bier wie vor diesem brauen thäten, sie würden dadurch die consumption und ihre nahrung vermehren, da hingegen man von tausenden menschen klagen höret, dass sie von dem geschmierten Deurener bier leibschmertzen, colic, durchlauff und mehr anderes ungemach bekommen und es darum nicht trincken dörfften.
Der unrath aber, der in der bach ist, wird auch vom wollspülen gar nicht veranlasst, sondern vor dem auf der gassen bißweilen 2, 3 und mehren monathen lang vor denen bier- und anderen häußeren worinnen vieh gehalten wird, liegenden mist, dieser wird dan vom vieh zertreten, selbst von menschen und kinderen in die bach geworfen; ferner von einigen hunderten endten, die auf der bach gehalten werden und den unrath immer aufrühren. Und mehrere ursachen gibt's, die einem jeden klar sind und die her zu zählen nicht der mühe lohnet, und die durch gute policey anstallten, ohne jemands nachtheil können gehoben werden.
Einige davon anzugeben wäre es dienlich, wan monathlich die bach einen halben tag abgestopfet, dan gereinigt und der unrath so fort von denen gassen weggeschafft würde, wan die breuer zu einer zeit ihr wasser schöpften, da es am klarsten ist, und wan sie allenfalls wasser bey tag nöthig haben, dass sie den wollspüleren andienen, so lange einzuhalten, biß sie geschöpft haben, und wan sie ihre biere wie von maltz und hopfen und ohne schädliche und vergifftende schmierereyen machen.
Dan kann ein jeder seine nahrung und gewerb vom und beym wasser treiben ohne einem anderen hinderlich noch schädlich zu sein.
Die farbereyen und wollspülen vors thor zu weißen heißt eben so viel als die tuchfabricanten mit ihren arbeitern zur stadt heraus weißen.
Oder einen jeden breuer und sein vieh vors thor zu zu weißen, um sich rein zu machen und des mistes zu entladen.

* * * * * * *
Gedenktag der Woche

Es gibt wichtige Ereignisse, derer zu gedenken eine Pflicht der Menschheit ist. Wir wollen dabei – von Woche zu Woche – helfen.
Diese Woche vor 170 Jahren: T. trifft Ernst R.



Wer's nicht lesen kann:
"An Ernst R–
Künftigen Sonntag den 1. August kommt mit dem Dampfwagen von Aachen nach Düren zur Kirmeß
Deine T."
Dürener Anzeiger und Unterhaltungsblatt, Nr. 59 vom 28.07.1841

* * * * * * *
Wer kann helfenß

Vor kurzem erreichte uns aus Düsseldorf eine Anfrage, die wir hier einmal unverändert wiedergeben:

Aus Birkesdorf im Kreis Düren stammte Heinrich Müller, der 1938 in zweiter Ehe Erna Israel aus Köln heiratete.
Er organisierte deren Flucht nach Belgien, ebenso die ihrer Schwester Else und deren Familie (Karl Düring und die beiden Töchter Ilse und Marion). Heinrich Müller war in Belgien Sekretär des Katholischen Flüchtlingskommitees. Er half nach der deutschen Besetzung Belgiens zahlreichen Familien unterzutauchen, als er in einer Autowerkstatt der deutschen Besatzer arbeitete.
Während sein Schwager Karl Düring als Deutscher interniert und nach Südfrankreich gebracht und von dort nach Auschwitz deportiert wurde, gelang es Heinrich Müller, dessen Töchter im Institut Imelda in Brüssel unterzubringen (die damalige Oberin Berthille ist posthum als "Gerechte unter den Völkern" in Yad Vashem geehrt). Heinrich Müller lebte mit seiner jüdischen Frau Erna und Schwägerin Else Düring bis Kriegsende in einer Wohnung in der rue Paul de Vigne in Schaerbeck, die einer belgischen Familie De Kooning gehörte.
Nach dem Krieg war Heinrich Müller deutscher Konsul in Lüttich und später bei Adveniat in Aachen tätig. Heinrich Müller hatte keine Kinder.

Kann sich jemand an besagten Heinrich Müller erinnern oder zu sonstigen Aspekten der Geschichte etwas sagenß

* * * * * * *
Wachsam sein

Der nicht nur interessante, ja spannende, sondern auch sehr unterhaltsame Vortrag von Dr. Gereon Blum über die Entwicklung des Dürener Krankenhauswesens hat - neben den medizinischen Aspekten - noch etwas Anderes ins Bewusstsein gebracht.
Als man Ende der 1950-er Jahre an einen Neubau für das Städt. Krankenhaus dachte und mit den ersten Planungen begann, scheint niemand in Erwägung gezogen zu haben, das alte Gebäude zu erhalten oder irgendwie in den neuen Komplex einzubeziehen.



Mit dem 1977 erfolgten Abriss des alten Krankenhauses ging ein weiteres der wenigen erhaltenen Zeugnisse des alten Düren den Weg in den Container. Nur ein paar Versatzstücke - Sandsteinquader, schmiedeeiserne Gitter - wurden, um das (hoffentlich wenigstens vorhandene) schlechte Gewissen etwas zu beruhigen, "gerettet" und in Schloss Burgau verbaut.

Die Lehre aus diesem und vielen anderen Fällen ist: Wir müssen ein "Frühwarnsystem" aufbauen, um sicher zu stellen, dass nicht auch die wenigen restlichen architektonischen Erinnerungen von Gedankenlosigkeit und Ignoranz zerstört werden.

* * * * * * *
Tag des offenen Denkmals 2011

Der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, dem 11. September, steht unter dem Motto: "Romantik, Realismus, Revolution - das 19. Jahrhundert"

Das Programm in Düren umfasst folgende Punkte:

  • Stadtbefestigungsanlage am Stiftischen Gymnasium Altenteich 14
    10.00 - 17.00 h geöffnet
    Schüler/innen mit Dr. Achim Jaeger und Stefanie Weber
    Ausstellung zur Stadtmauer im Wandel der Zeiten
    Spurensuche - Stadtmauerrallye, Führungen, Präsentationen, Modelle ...

  • Mühlenteiche
    Weierstraße/August-Klotz-Straße, zwischen Pleussmühle und Stift. Gymnasium
    10.00 - 17.00 h Ausstellung, Informationen, Stadtmuseum Düren

  • Rund um den Stadtpark
    Valencienner Straße 1 / Parkplatz am Stadtparkrestaurant
    11.00 h Führung, Christel Kreutzer, Stadtführerin

  • Stadtgärtnerei im Stadtpark
    Valencienner Straße/Mariaweiler Str.4
    10.00 - 12.00 h geöffnet, Dürener Service Betrieb

  • Drehscheibe am Bahnhof Düren
    Hauptbahnhof, hinter dem Bahnhofsgebäude zwischen den Gleisen
    10.00 h und 12.00 h Führungen, Kurt Klee, Stadtmuseum Düren

  • St. Joseph-Kapelle
    Krauthausener Straße/Auf dem Broich, Lendersdorf
    10.00 - 12.00 und 14.00 - 16.00 h
    Ralph Caster, Pfleger der Kapelle

  • Evangelischer Friedhof
    Kölnstraße
    9.00 - 17.00 h geöffnet
    11.00 und 14.00 h Führungen
    Förderverein Evangelischer Friedhof Kölnstraße e.V.

  • Schillingspark
    Gürzenich, Zugang neben Haus Schillingsstr. 335
    9.00 - 19.00 h geöffnet
    16.30 h Führung, Heike Kussinger-Stankovic

  • Weitere Infos und Kontakt:
    Untere Denkmalbehörde der Stadt Düren
    Dipl.-Ing. H. Kussinger-Stankovic
    Wilhelmstr. 34, 52349 Düren
    Tel 0 24 21 / 25 24 29
    Fax 0 24 21 / 25 13 59
    e-mail: h.kussinger-stankovic@dueren.de
* * * * * * *
Interessante Initiative

Eine interessante Initiative hat jetzt der ehemalige Direktor des Aachener Ludwig Forums gestartet: Er will die Aachener Quellen, die das Zeug zum Weltkulturerbe hätten, den Aachenern und Auswärtigen wieder sichtbar ins Bewusstsein bringen.
Wolfgang Becker nennt die meist verschütteten Quellen "Erddenkmäler" und trifft damit genau den Kern. Gleichzeitig erinnert er uns so daran, dass wir über etwas Ähnliches auch hier in Düren verfügen: die Mühlenteiche.
Wir denken, es wäre an der Zeit, auch in Bezug auf die ehemaligen Lebensadern unserer Stadt, die wahrscheinlich in ihren Ursprüngen mindestens so alt sind wie unsere Ansiedlung selbst, über eine angemessenere Präsentation nachzudenken, statt dieselben weitgehend vor der Öffentlichkeit zu verstecken.
Vielleicht lassen sich ja auch Dürener Künstler zu vergleichbaren Aktionen inspirieren ...

* * * * * * *
Gegen Pest und Cholera

Wenn wir uns heute einer umfassenden und leistungsfähigen medizinischen Versorgung erfreuen - und dadurch auch immer älter werden -, so sollte man sich daran erinnern, dass noch vor einhundertfünfzig Jahren Hunderte in Düren der Cholera zum Opfer fielen.



Im ehemaligen Franziskanerkloster an der Philippstraße war von 1864 bis 1909 das erste wirkliche Dürener Krankenhaus untergebracht.

Ein erstes "Hospital" mag es in Düren schon im Spätmittelalter gegeben haben. Hinweise in alten Urkunden deuten darauf hin, dass an der Weierstraße ein Haus zur Aufnahme von Pilgern und anderen Fremden existierte, ein "Gasthaus" eben. Dort wurden auch Arme, Pestkranke oder Sieche untergebracht.
Erst mit der Stiftung der Margarete Brandroester und dem Einzug der Aachener Elisabethinnen in ein neu erbautes Haus Ecke Weier- und Philippstraße im 17. Jahrhundert kann man vom Beginn einer "Krankenpflege" sprechen, auch wenn dabei von ärztlicher Versorgung noch nicht die Rede ist.
Die setzte erst richtig ein, als die Stadt das alte Franziskanerkloster an der Philippstraße kaufte und es 1864 zum Krankenhaus umbaute. Die medizinische Leitung übernahm mit Dr. Bernhard Johnen ein über viele Jahre und in vielen Bereichen sehr engagierter Arzt.
Im Jahre 1909 wurde dann das vielen Dürenern noch gegenwärtige Krankenhaus an der Roonstraße erbaut, dem in den 1970-er Jahren der heute als Akademisches Lehrkrankenhaus der RWTH Aachen geführte Neubau folgte.

Dies und noch viel mehr aus seinen Forschungen zur Dürener Medizingeschichte wird der Geschäftsführer der Krankenhaus Düren gGmbH, Dr. Gereon Blum, am Mittwoch, dem 20. Juli, um 19 Uhr im Dürener Stadtmuseum, Arnoldsweilerstr. 38, dem Publikum vermitteln. Der Eintritt ist frei.

* * * * * * *
Viele haben sich gemeldet

Unser letztes Suchbild in der Dürener Zeitung hat eine große Resonanz ausgelöst: Viele der auf dem Foto abgebildeten Entlass-Schülerinnen von damals haben sich gemeldet und sich gefreut, das Bild aus alten Zeiten noch einmal zu sehen.



Durch die zahlreichen Rückmeldungen sind wir auch jetzt in der Lage, fast alle Personen identifizieren zu können Bild groß:

Nr.VornameGeb.-NameName
1HelgaAldenhovenKluge
2SybilleHeidemanns
3IreneEnsch
4ßß
5IngeBüttgenbach
6EvelynPeifferRauer
7RosemarieGottfried
8HelgaNiessenDammers
9HeideLeder
10RenateSchäfer
11ß
12ß
13ß
14RenateDoinet
15MarthaKeuthLehrerin
16AgnesGehlen
17ElfriedeFlach
18MargotSchiffer
19MarianneGoertz
20EdithSchleicher
21HanneloreKolf
22HelgaHanke
23IrmgardHühnerbein
24PastorLüpschen
25HelgaPetersSchöpe
26KarinOllig
27BrigitteStrömer
28HelgaCremer
29AnnemarieLeuchter
30Katharina (Karin)OhlenforstNeumann
31IlseWeinert
32LydiaHamacherClemens
33RitaYarkaUngermann
34HeidemarieTroschke
35HelgaAdlerPlück
36HeidemarieJordans
37IngeLingen
38RosemarieGaspersBegasse
39RenateTurm
40AggiMaubach
41IngeNiessen
42BärbelZachel
43ß

Lehrerin Keuth, so wurde berichtet, kam immer recht schnittig mit einer Vespa in die Schule.

* * * * * * *
Exkursion nach Trier

Unsere nächste Exkursion wird uns am
Samstag, dem 2. Juli 2011
ins Stadtmuseum und ins Rheinische Landesmuseum in Trier führen zu einer großartigen Ausstellung:


Armut - Perspektiven in Kunst und Gesellschaft

widmet sich in Trier einem aktuellen und hoch brisanten Thema. Armut, als Motiv in der Kunst und als gesellschaftliches Phänomen, wird im Mittelpunkt der umfassenden Sonderschau stehen. Eine Fülle hochkarätiger Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien gibt Auskunft über unterschiedliche Sichtweisen auf Armut und Arme in Europa.
Die Ausstellung zeigt auf ca. 1000 qm 250 Leihgaben aus 80 nationalen und internationalen Sammlungen und von Privatleihgebern. Die Hauptausstellung mit rund 170 Exponaten ist im Stadtmuseum Simeonstift Trier zu sehen, das eindrucksvolle Werke vom Mittelalter über die Zeit des Barock bis in die Gegenwart zeigt. Das Rheinische Landesmuseum Trier ergänzt mit ausgewählten Exponaten aus der Antike.

Wer sich näher informieren möchte:
Ausstellung Armut

Für diese Exkursion sind noch einige wenige Plätze frei. Wir fahren um 8.00 Uhr in Düren am Annakirmesplatz mit einem Bus der Fa. Schumacher ab. Bitte pünktlich am Abfahrtsort sein!
In Trier haben wir ab 11 Uhr eine Doppelführung von je 1 Stunde im Stadtmuseum Simeonstift und im Rheinischen Landesmuseum.
Damit sollten wir so gegen 13.30 Uhr spätestens durch sein, danach kann man ein Häppchen essen, durch Trier bummeln, in der Sonne(ß) brutzeln ...
Rückfahrt ist gegen 17 Uhr vorgesehen.

Die Kosten betragen für Mitglieder des Trägervereins Stadtmuseum e.V. und 1 Begleitperson je 25 Euro, für Nicht-Mitglieder 30 Euro.
Die Anmeldung erfolgt durch Einzahlung des Betrages mit Namensnennung der Teilnehmer auf
Konto Nr. 1 398 997 674 bei der
Sparkasse Düren, BLZ 395 501 10
.


* * * * * * *
Schnitt für Schnitt

Mit einer ungewöhnlichen Veranstaltung möchte das Stadtmuseum ein wenig von der Stimmung jener Zeit vermitteln, die im Zentrum der aktuellen Ausstellung steht: dem Biedermeier.

Luise Duttenhofer, ihrem Manne Flügel an die Füße heftend (Bildquelle: wikipedia)

Seit November 2010 zeigt das Stadtmuseum Düren eine Ausstellung, die sich thematisch mit der städtischen Historie während der Preußenzeit befasst, einem Zeitraum, der auch die industrielle Grundlage für Düren als Papierstadt festigte.
Im Rahmen dieser Ausstellung richtet eine Präsentation am Mittwoch, dem 18. Mai, den Fokus auf eine Papier-Kunstform, in der zur Zeit des Biedermeier eine Vielzahl Angehöriger des gehobenen Bürgertums Geschick bewies: den Scherenschnitt.

Sarah Schiffer, in Düren seit mehreren Jahren mit den unterschiedlichen Möglichkeiten des Papierschnitts arbeitend, möchte an diesem Abend aus dem zeitgenössischen Rahmen fallen. Vor einigen Monaten erst entdeckte sie Scherenschnitte der Stuttgarterin Luise Duttenhofer, die, 1776 geboren, einer Zeit angehörte, in der begabten Frauen äußerst selten der professionelle Zugang in die bildende Kunst gewährt wurde. Als Frau in gutbürgerlich biedermeierlichem Familienkreis mit der Schere, einem Gerät für hausfrauliche Arbeiten "bewaffnet", schnitt sie sich von den Einschränkungen ihres Rollenbildes frei, kommentierte geistreich und in der Form erfinderisch per Scherenschnitt private und öffentliche Themen.

Nach einer Einführung in das Thema durch Irmgard Gerhards wird Sarah Schiffer den Besuchern mit einer Powerpointpräsentation das Werk von Luise Duttenhofer näher bringen. Dazu trägt Heike Smets Texte aus Briefen bzw. zeitgenössischer Lyrik vor.
Im Anschluss daran wird Sarah Schiffer "Schnitt für Schnitt" ihre Arbeitsweise zeigen, von einer Videokamera live auf eine Leinwand übertragen. In einer weiteren Präsentation werden frühere Arbeiten von ihr zu sehen sein.

Schatten der Luise Duttenhofer -
eine szenische Collage von Sarah Schiffer
unter Mitwirkung von Irmgard Gerhards und Heike Smets
www.sarah-schiffer.de
Mittwoch, 18.5.2011, 19.00 Uhr
Stadtmuseum Düren, Arnoldsweilerstr. 38
Der Eintritt ist frei.


* * * * * * *
Internationaler Museumstag 2011

Unter dem Motto "Museen - unser Gedächtnis" wird am Sonntag, dem 15. Mai, der diesjährige Internationale Museumstag begangen.

Wir werden uns daran beteiligen, indem wir in den Ecken des Stadtmuseums multimedial alte Bilder und Filme (nicht nur) von Düren zeigen. Dazu haben unsere Techniker u.a. einen alten 16-mm-Projektor aus dem Hause Drossart & Breuer wieder in Gang gebracht, auf dem wir einen jener Filme zeigen werden, die in der Passage jenes Geschäftes liefen, unterbrochen von Werbedias.
Vielleicht lässt sich ja der eine oder andere Besucher von Tom und Jerry und dem charakteristischen Rattern des Projektors noch einmal in seine Kindheit zurück versetzen ...

Selbstverständlich bleibt die Ständige Ausstellung auch an diesem Tage zugänglich, auch stehen die Museumsmitarbeiter für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Der Eintritt ist - wie immer - frei.


* * * * * * *
Wiege der Dürener Papierindustrie

Als Rütger von Scheven seiner vor dem Obertor gelegenen Ölmühle 1710 eine Papiermühle angliederte, wird er wohl kaum geahnt haben, dass er damit zum Urvater der Dürener Papierherstellung werden würde. Eine Befreiung von Steuern und Kriegslasten auf 20 Jahre erleichterte ihm den Start und führte einen schnellen Aufschwung herbei.

Das alte Papiermacherhaus auf Neumühl.

Rütger von Scheven hatte erkannt, dass die Bedingungen, besonders das weiche Wasser der Rur, an diesem Ort für die Herstellung von Papier sehr günstig waren. Schnell erwirbt er sich einen ausgezeichneten Ruf, und 1727 wird ihm durch den Dürener Magistrat amtlich bestätigt, dass "Rütger von Scheven ein Papier erzeuge, wie keines von gleicher Güte anderwärts zu finden sei".
1724 heiratet der aus Gemünd stammende Johann Paul Schoeller Magdalena von Scheven, die Tochter von Rütger von Scheven, der 1740 stirbt. Sein Sohn Rütger Lucas von Scheven bleibt kinderlos, so geht die Mühle an das Paar Schoeller-Scheven über.

Damit beginnt eine Jahrhunderte lange Verbindung der Schoellers mit dem Papier. Aus der zunächst "Altemühle" genannten Produktionsstätte des Rütger von Scheven gehen (mehr oder weniger) auch der Schoellershammer und Reflex hervor.

Ab 1862 baut Benno Schoeller (Foto) die seitdem "Neumühl" genannte Fabrik systematisch aus, setzt z.B. zwei Turbinen statt der Wasserräder ein, und führt sie zu einer neuen Blüte.

Die vor 300 Jahren begonnene Erfolgsstory hält auch heute noch an. Am alten Standort produziert jetzt die Firma KANZAN, den älteren Dürenern auch noch unter dem Namen "Neumühl" geläufig, weiterhin Papier, wenn auch mit völlig anderer Zusammensetzung und Funktion.

Aus Anlass des Jubiläums im letzten Jahr hat sich der heutige Geschäftsführer Matthias Simon intensiv mit der Geschichte dieser ältesten Dürener Papierfabrik auseinander gesetzt und möchte seine Forschungsergebnisse, begleitet von einer Ausstellung, am Mittwoch, dem 20. April 2011, um 19.00 Uhr im Dürener Stadtmuseum, Arnoldsweilerstr. 38, vorstellen.

Der Eintritt ist frei.


* * * * * * *
Erinnerung an deportierte Kinder und Jugendliche

Vielen Tausenden von den Nazis deportierten Kindern und Jugendlichen ist der "Zug der Erinnerung" gewidmet, der am 1. und 2. April in Düren Station macht.
Im Rahmen des umfangreichen Veranstaltungsprogramms, das ein breites lokales Bündnis begleitend dazu aufgestellt hat, wird auch Bernd Hahne, Vorsitzender der Dürener Geschichtswerkstatt, seinen Vortrag über die "Deportation Dürener Jüdinnen und Juden" noch einmal halten und dabei versuchen, besonders auf das Schicksal von Kindern und Jugendlichen einzugehen, zum Beispiel auf das von

Edith, Frieda, Hilde, Philipp Joseph und Max Gordon

Philipp Joseph Gordon
*02.04.1935, Sohn von Max Gordon und Frieda Meyer
Max Gordon betrieb in Hoven eine Metzgerei. Ende der 1930er Jahre gelang ihm mit seiner Familie die Auswanderung in die USA. Mit der "Veendam" konnten Max, Frieda und die beiden Töchter Hilda (9) und Edith (8) im Dezember 1939 über den Atlantik fahren. Im Januar 1940 kamen sie in San Jose, Kalifornien, bei entfernten Verwandten an.
In Deutschland zurück blieb Philipp Joseph, das jüngste Kind. Er hatte wegen eines angeborenen Augenleidens kein Visum in die USA erhalten und war als Pflegekind in den Haushalt seines Onkels Hermann Gordon in der Dürener Alten Jülicher Str. 27 aufgenommen worden. Dort kümmerte sich vor allem seine unverheiratete Tante Emilie, eine Schwester von Max und Hermann, um ihn.
Die gesamte Dürener Familie Gordon, auch der 7-jährige Philipp Joseph, wurde 1942 in den Tod deportiert, ohne dass wir bis heute Näheres wissen.


Der Vortrag mit vielen Dokumenten und Bildern findet statt am
Donnerstag, dem 31.03., 19.00 Uhr im Stadtmuseum.

Der Eintritt ist frei.

* * * * * * *
Hilfe bei der Ahnenforschung

Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wo die Wurzeln ihrer eigenen Familie liegen. Das ist meistens bis zu den Großeltern noch relativ einfach, doch dann beginnt oft das große Suchen. Hier ist man ohne professionelle Hilfe meist verloren.
Die bieten ab sofort wieder die Experten der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde (WGfF) von April bis Oktober am jeweils ersten Sonntag des Monats von 11-16 Uhr im Stadtmuseum Düren, Arnoldsweilerstr. 38. Ein Team von erfahrenen, ehrenamtlich tätigen Familienforschern leistet kostenlose Beratung und Unterstützung. Dazu stehen u.a. Nachschlagewerke, CD-ROMs und Internet-Datenbanken zur Verfügung.
Bitte bringen Sie bei Ihrem Besuch vorhandene Unterlagen (Familienstammbuch, Ahnentafel, Urkunden) mit und suchen Sie unter fachkundiger Anleitung nach Ihren Vorfahren oder auch nach Verwandten, die nach Amerika ausgewandert sind.
Angesprochen sind sowohl Anfänger, die eine Starthilfe wünschen, Forscher mit und ohne Computer, als auch erfahrene Forscher, die dem Internet bisher skeptisch gegenüber standen oder sich einfach nur austauschen wollen.

Möglich ist dies an folgenden Sonntagen: 03.04., 01.05., 05.06., 03.07., 04.09. und 02.10.2011, jeweils 11-16 Uhr im Stadtmuseum Düren, Arnoldsweilerstr. 38.

* * * * * * *
Exkursion ausgebucht

Die Exkursion am 26. März ins Haus der Geschichte in Bonn (Napoleon-Ausstellung mit Gruppenführung) und zum Naturkunde-Museum Königswinter ist mit 50 Personen total ausgebucht.
Wir können leider keine weiteren Anmeldungen mehr entgegennehmen.


* * * * * * *
Karneval geschlossen

Aus für jeden Rheinländer nachvollziehbaren Gründen bleibt das Stadtmuseum am
Karnevalssonntag, dem 06.03.2011,
geschlossen.

* * * * * * *
"Zug der Erinnerung" macht Station in Düren



Auf Initiative des Bistums Aachen wird der seit einigen Jahren durch Deutschland rollende historische Zug am 1. und 2. April auf dem Dürener Bahnhof Station machen. Mit einer Ausstellung in authentischen Reichsbahn-Waggons erinnert er an die Deportation Hunderttausender Kinder und Jugendlicher durch die Nazis.
Von 8.30-20.00 Uhr besteht für Schulen und andere Gruppen die Möglichkeit zu Führungen (bitte vorher anmelden über die lokale Webseite).

Die lokale Veranstaltergemeinschaft bietet daneben ein umfangreiches Begleitprogramm an:

21.3.11, 16 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" im Rathausfoyer
Die Ausstellung informiert über Ideologie und Praxis des Neofaschismus, Ursachen für die Ausbreitung von rassistischem, nationalistischem und militärischem Denken und Handeln werden benannt. Die Führungsstrukturen einschlägiger Gruppierungen wie NPD, DVU und Republikanern werden aufgezeigt.

21.3.11, 18.30 Uhr
"Wir bauen Brücken ..." in der Evangelischen Gemeinde zu Düren
Ein Kulturabend zum Tag der Poesie und Tag gegen Rassismus. Unter dem Motto "Das Fremde. Andere Lebenswelten entdecken" gestalten Mitglieder einer Studiengruppe der Erwachsenenbildung ein abwechslungsreiches Programm mit Poesie, Musik und Film.

24.3.11, 19 Uhr
Jugend-Ver-"Führer", Bildungsforum Düren Holzstraße 50
Die subtile Verführungskultur des NS-Regimes dargestellt an Inhalten und Aufmachung der NS-Jugendliteratur "Deutsche Jugendburg"
Referent: Rainer Hülsheger

24.3.11, 19.30 Uhr
Filmvorführung "Transport in den Tod" in der Klinik des LVR, Meckerstraße, Klinikkirche
Fallgeschichten zum Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatienten allein aus dem Rheinland

29.3.11, 10 Uhr
Buchbesprechung "Schwarz, Rot, Tod" in der Stadtbücherei Düren
Die Autorin Heide Hassenmüller liest aus ihrem Buch und diskutiert mit Schülern der Schule "Burgauer Allee". Das Buch, das auf Tatsachen aufbaut, stellt das Abrutschen eines Jugendlichen in die Neonaziszene dar.

30.3.11, 19.30 Uhr
Lesung: "Rabbi Nachmann und die Thora" in der Evangelischen Gemeinde zu Düren
Lea Fleischmann, in Deutschland als Tochter von Holocaust-Überlebenden geboren, liest aus ihrem Buch und steht für Gespräche zur Verfügung. Sie war Lehrerin in Hessen und wurde durch ihren Bestseller "Dies ist nicht mein Land" in Deutschland bekannt. 1979 wanderte sie nach Israel aus.

31.3.11, 19 Uhr
Vortrag: "Deportation Dürener Jüdinnen und Juden", Stadtmuseum Düren
Bernd Hahne, Vorsitzender der Dürener Geschichtswerkstatt, beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Geschichte der ehemaligen jüdischen Mitbürger und erläutert anhand zahlreicher Dokumente und Fotos das System der Deportation und Vernichtung der ehemaligen jüdischen Gemeinde Düren.

1.-2.4.11, 8.30-20 Uhr
Ausstellung: "Zug der Erinnerung" im Bahnhof Düren, Gleis 4

1.4.11 Uhr, 10 Uhr
Eröffnung der Ausstellung: "Zug der Erinnerung"
Rurtal-Gymnasium, Bismarckstraße Düren
Mit den Schirmherren Paul Larue u.a. findet an der Gedenktafel für ehemalige jüdische Schülerinnen die offizielle Eröffnung statt. Anschließend wird die Ausstellung im Bahnhof besucht.

1.4.11, 18 Uhr
Filmvorführung: "Kombat 16" im Papst-Johannes-Haus, Ahrweilerplatz
Der Film zeigt die Geschichte eines Jugendlichen, der durch die Veränderungen in seinem Leben den Kontakt in die rechte Szene sucht und immer tiefer in die Neonaziszene gerät. Er macht aber auch Mut zu Veränderungen.


* * * * * * *
Partnerveranstaltung
Lesung und Gespräch mit Erich Hackl

Der österreichische Autor Erich Hackl, dessen Texte (darunter "Auroras Anlass" und "Abschied von Sidonie") inzwischen in 25 Sprachen übersetzt wurden, konnte dafür gewonnen werden, im Rahmen der Reise "Lesung und Gespräch" in das Stiftische Gymnasium nach Düren zu kommen.

Eine öffentliche Abendveranstaltung findet am
Montag, 11. April 2011 (19.30 Uhr), im Musiksaal/Aula,
statt, bei der Erich Hackl seine neue Erzählung "Familie Salzmann" vorstellen wird.
Eintritt: 5,00 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Schüler

Erich Hackl: Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte. Eine Familiengeschichte über drei Generationen - über 100 Jahre und unsere Gegenwart.
Sie beschreibt Ungerechtigkeit und Not, aber auch Treue, Freundschaft und die Hoffnung auf Glück. "Der mir die Geschichte erzählt hat, in der Hoffnung, dass ich sie mir zu Herzen nehme ..." Und was für eine Geschichte! Die des deutsch-österreichischen Ehepaares Hugo und Juliana Salzmann, dessen Liebe sich im Widerstand und in der Verbannung kaum erfüllen kann. Die Geschichte ihres Sohnes, und wie er von seiner Tante unter widrigen Umständen am Leben gehalten wird. Die Geschichte seiner Mühe, der toten Mutter nahe zu bleiben, und seines vergeblichen Werbens um die Zuwendung und Geduld seines Vaters. Und die Geschichte des Enkels, der - in unserer Gegenwart - an seinem Arbeitsplatz gemobbt, dem schließlich gekündigt wird, nachdem er diesen einen Satz hat fallenlassen: "Meine Oma ist in einem KZ umgekommen." Eine Familiengeschichte also, die quer durch beide deutsche Staaten, durch Österreich, Frankreich, die Schweiz verläuft, über drei Generationen und ein Jahrhundert. Aber auch eine kollektive Geschichte "aus unserer Mitte", die uns vor Augen führt, was schützens- und liebenswert ist, gerade dann, wenn die Umstände die Menschen zu überfordern scheinen.

* * * * * * *
Bauernleid - Bauernfreudß

Das Jülicher Land galt in der Frühen Neuzeit für viele Zeitgenossen als eine Art Landwirtschaftsparadies. Doch wie lebten, arbeiteten und wirtschafteten die Halfen, Bauern und Kötter in den Dörfern des heutigen Kreises Düren zwischen 1630 und 1830 wirklichß Wer waren die wirtschaftlichen Gewinner, wer die Verlierer auf dem Landß


Begeisterte schon im Juni letzten Jahres seine Zuhörer im Stadtmuseum: Frank Stupp

Auf welch hohem Niveau sich die Landwirtschaft schon vor dem Einsatz von Treckern und Landmaschinen befand, möchte der Leverkusener Historiker Frank Stupp im 2. Teil seiner Vortragsreihe am Mittwoch, dem 19. Januar 2011, um 19.00 Uhr im Dürener Stadtmuseum mit vielen regionalen Beispielen aufzeigen. Dabei gewährt er tiefe Einblicke in das Leben unserer Vorfahren an Neffelbach und in der Börde.

* * * * * * *
Vorankündigung

Exkursion nach Bonn / Königswinter
Die aktuell im Stadtmuseum gezeigte II. Abteilung der Ständigen Ausstellung beginnt mit dem Übergang von der Franzosenzeit zur Preußenherrschaft, thematisiert aber auch die teilweise bis heute reichenden Nachwirkungen der napoleonischen Reformen. Was liegt also näher, als sich einmal – sozusagen aus erster Hand – über diesen großen europäischen Herrscher, Despoten, Feldherrn und Staatsmann zu informierenß Dazu werden wir am Samstag, dem 26. März 2011, nach Bonn in die Bundeskunsthalle zur Ausstellung


fahren. Dort ist eine Führung (ca. 1,5 Std.) gebucht, so dass wir uns fundiert über dieses Thema informieren können. Zu der Ausstellung heißt es auf der Website der Bundeskunsthalle: „Napoleon Bonaparte (1769–1821) hat in seiner knapp 16-jährigen Regierungszeit die Grundlagen der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wie keine andere historische Persönlichkeit geprägt – im Positiven wie im Negativen. Die von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland entwickelte Ausstellung zeigt exklusiv ein umfassendes Bild von Napoleon und seiner Zeit anhand hochrangiger Leihgaben aus ganz Europa: Malerei und Skulptur liefen damals zur Hochform auf – in den Propagandabildern von David, Gérard und Ingres wie in der Opposition mit Goya und der deutschen Romantik. Abseits der Klischees vom Kriegstreiber oder übergroßen Staatsmann setzt sie sich zum Ziel, ein differenziertes Panorama der napoleonischen Ära zwischen Krieg, Politik, Verwaltung, Propaganda, Kunstraub und Kulturblüte darzustellen.“

Im Anschluss daran werden wir – auf der anderen Rheinseite – das „Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland“ in Königswinter besichtigen, mit dem wir über Carl Georg Schillings eine inhaltliche Verbindung haben. Im Eintrittspreis enthalten sind der Besuch der Dauerausstellung „Naturschutz hat Geschichte“, die Besichtigung der Innenräume der Belle Etage von Schloss Drachenburg, das Schlossmuseum, die Wagenhalle und der Nordturm von Schloss Drachenburg sowie der Park des Ensembles.

Vorläufige Daten: Die Abfahrt mit dem Bus in Düren ist vorgesehen für ca. 10.00 Uhr, Rückkehr gegen 18.00 Uhr. Im Gesamtpreis von ca. 25,00 Euro* sind enthalten: Busfahrt Düren - Bonn - Königswinter - Düren, Eintritt in die Bundeskunsthalle, Sonder-Führung in zwei Gruppen, Eintritt in Königswinter.
Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Interessenten können sich per Mail schon einmal vormerken lassen, Sie erhalten dann genauere Informationen, sobald die Einzelheiten feststehen.

*Mitglieder des „Trägervereins Stadtmuseum Düren e.V.“ und Begleitung erhalten einen stark ermäßigten Sonderpreis. Mitglied können Sie hier werden.


Logo
Stadtmuseum Dueren