Betrogene Hoffnungen. Düren zwischen Aufbruch und Weltwirtschaftskrise 1919-1929

In der neuen Ausstellung zeigt das Stadtmuseum die Zeit zwischen den Weltkriegen. Eine Zeit tiefgreifender und umfassender Veränderungen in allen Lebensbereichen. Neben den politischen Aspekten der Besatzungs- und Separatistenzeit sowie der Befreiungsfeier 1929 wird das tägliche Leben von der Freizeitgestaltung üer die kulturellen Veränderungen bis zum Konsumverhalten ebenso thematisiert wie die Armut, die für viele Dürener bittere Realität war.

Auch das Stadtbild erfährt umfangreiche Veränderungen. So werden große Teile des Grüngürtels in den 1920er Jahren erbaut und sind in großen Teilen heute erhalten. Auch in zahlreichen anderen Ecken werden Neuheiten in Angriff genommen - die Dreigurtbrücke in Düren z.B. ist die erste weltweit.

Natürlich werden auch die wirtschaftlichen Entwicklungen von Notgeld über Hyperinflation bis zur Weltwirtschaftskrise mit ansprechenden Exponaten dargestellt. Welche Auswirkungen hatten sie auf Dürener Unternehmen? Aber auch, welche Neuheiten gab es in der Produktion z.B. bei Anker Teppich?

     

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Heimatfront – Düren und der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg bedeutete für Düren nach Jahrzehnten des Aufschwungs und Wachstums einen tiefen Einschnitt.Urkunde Soldat Oepen Die anfängliche Begeisterung für den Krieg wich allmählich Verbitterung und Kriegsmüdigkeit. Lazarette und Genesungsheime für Soldaten breiteten sich im frontnahen Düren aus. Wachsende Rohstoff- und Lebensmittelknappheit prägten das Leben der Bürger ebenso wie der Verlust von Söhnen, Brüdern und Vätern.

Die Ausstellung "Heimatfront - Düren und der Erste Weltkrieg" zeigt anhand von exemplarischen Lebensbereichen, wie sich die Realität des Krieges auf das Leben der Dürener auswirkte.

Ausstellungsende: 2018

 

 

FeldpostbriefeSchützengrabenmodell

 

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16. November 1944

Am Nachmittag des 16. November 1944 zerstörte die Royal Airforce im Zuge der Operation Queen die Stadt Düren. In weniger als einer halben Stunde legten Bomben Düren in Schutt und Asche. 3126 Menschen kostete der Luftangriff offiziell das Leben, mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört. Der 16. November 1944 markiert vorerst das traurige Ende einer einst stolzen Stadt.

Der kleine Ausstellungsraum ist als dauerhaft installierter Gedenkraum für diesen wichtigen Tag der jüngeren Dürener Geschichte konzipiert. Bild- und Filmmaterial sowie umfangreiche Augenzeugenberichte dokumentieren die Ereignisse rund um die Zerstörung der Stadt. Eine reichhaltig bebilderte Broschüre zum Thema Zerstörung und Wiederaufbau Dürens ist im Stadtmuseum erhältlich.

FahrradTrümmer

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