Betrogene Hoffnungen. Düren zwischen Aufbruch und Weltwirtschaftskrise 1919-1929

In der neuen Ausstellung zeigt das Stadtmuseum die Zeit zwischen den Weltkriegen. Eine Zeit tiefgreifender und umfassender Veränderungen in allen Lebensbereichen. Neben den politischen Aspekten der Besatzungs- und Separatistenzeit sowie der Befreiungsfeier 1929 wird das tägliche Leben von der Freizeitgestaltung üer die kulturellen Veränderungen bis zum Konsumverhalten ebenso thematisiert wie die Armut, die für viele Dürener bittere Realität war.

Auch das Stadtbild erfährt umfangreiche Veränderungen. So werden große Teile des Grüngürtels in den 1920er Jahren erbaut und sind in großen Teilen heute erhalten. Auch in zahlreichen anderen Ecken werden Neuheiten in Angriff genommen - die Dreigurtbrücke in Düren z.B. ist die erste weltweit.

Natürlich werden auch die wirtschaftlichen Entwicklungen von Notgeld über Hyperinflation bis zur Weltwirtschaftskrise mit ansprechenden Exponaten dargestellt. Welche Auswirkungen hatten sie auf Dürener Unternehmen? Aber auch, welche Neuheiten gab es in der Produktion z.B. bei Anker Teppich?

     

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Neue Horizonte. Dürener Migrantinnen erzählen

Mit dem Projekt "Neue Horizonte. Dürener Migrantinnen erzählen" geht das Stadtmuseum Düren neue Wege. Zum ersten Mal wird ein Thema mit aktuellem Bezug vorgestellt. 22 Migrantinnen aus zahlreichen Ländern haben ihre Geschichte erzählt. Junge Dürenerinnen führten mehrere Interviews mit und erfuhren so mehr über ihre persönliche Geschichte. Dieses Persönliche bildet das zentrale Element der Ausstellung. Die Objekte sind alle persönliche Gegenstände der Teilnehmerinnen, die sie dem Stadtmuseum für die Dauer der Ausstellung zur Verfügung gestellt haben. Dazu gehören Kleidung, Bücher, Geschirr - aber auch Erde aus der Heimat.

Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Neben den Bereichen "Sehnsüchte", "Sprache" und "Traditionen" wurden auch die Themen "Flucht", "Hoffnungen" "Alltag" und "Kulturschocks" thematisiert. Was vermissen unsere Teilnehmerinnen aus der Heimat? Der Schnee spielt dabei für die einen eine große Rolle, für andere sind es die Altstadthäuser Italiens, die einen besonderen Charme besitzen. Das Begräbnis und die Frage nach einer doppelten Staatsbürgerschaft beschäftigt die Teilnehmerinnen ebenso wie Kulturschocks, die sie bei ihrer Ankunft in Deutschland und in Düren hatten.

Ein kurzes Video mit Begrüßungen in der jeweiligen Landessprache lädt ebenso zum Verweilen ein, wie kurze Audiotexte, die die Teilnehmerinnen selbst gesprochen haben. Dadurch wird zusätzlich der persönliche Charakter unterstrichen.

        

 

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16. November 1944

Am Nachmittag des 16. November 1944 zerstörte die Royal Airforce im Zuge der Operation Queen die Stadt Düren. In weniger als einer halben Stunde legten Bomben Düren in Schutt und Asche. 3126 Menschen kostete der Luftangriff offiziell das Leben, mehr als 90 % der Innenstadt wurden zerstört. Der 16. November 1944 markiert vorerst das traurige Ende einer einst stolzen Stadt.

Der kleine Ausstellungsraum ist als dauerhaft installierter Gedenkraum für diesen wichtigen Tag der jüngeren Dürener Geschichte konzipiert. Bild- und Filmmaterial sowie umfangreiche Augenzeugenberichte dokumentieren die Ereignisse rund um die Zerstörung der Stadt. Eine reichhaltig bebilderte Broschüre zum Thema Zerstörung und Wiederaufbau Dürens ist im Stadtmuseum erhältlich.

FahrradTrümmer

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