Neue Horizonte. Dürener Migrantinnen erzählen

Von September bis Dezember 2017 treffen sich junge Dürenerinnen und Frauen mit Migrationsgeschichte im Stadtmuseum Düren und unterhalten sich. Über die Ankunft und das Leben in der Stadt, über positive und negative Erfahrungen, über Besonderheiten und kulturelle Unterschiede ebenso wie Ähnlichkeiten.

In den ersten Monaten finden Treffen in kleinen Gruppen statt, in denen die Migrationsgeschichten berichtet werden.

Anfang des Jahres 2018 wurde begonnen, aus den Erfahrungen und Informationen eine Ausstellung zu gestalten. Dabei arbeiten beide Gruppen ebenfalls eng zusammen und treffen eine Auswahl an Textbeispielen und überlegen zudem, welche Gegenstände man ausstellen könnte und wie die Darstellung ansprechend gestaltet werden kann.

Das Projekt „Neue Horizonte. Dürener Migrantinnen erzählen“ des Stadtmuseums Düren ist in das Programm „Werkstatt Vielfalt“ der Robert Bosc<h Stiftung aufgenommen worden und erhält in den kommenden 11 Monaten 5.500 Euro. Die Ausstellung wurde am 15. April 2018 eröffnet.

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Dürener Stadtmauer digital

Alle kennen sie, die Reste unserer alten Dürener Stadtbefestigung. Aber was wissen wir eigentlich über sie? Und wer hat sie sich schon einmal genauer angeschaut? Die "Stadtmauer AG" des Stiftischen Gymnasiums unter der Leitung von Dr. Achim Jaeger hat gemeinsam mit dem Stadtmuseum ein tolles Projekt realisiert. Es wurde eine digitale Stadtmauerrallye erarbeitet, die ab September als App-Anwendung für Smartphones kostenlos verfügbar sein wird. Zielgruppe sind vor allem junge Dürenerinnen und Dürener. Ca. 20 engagierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-11 beteiligten sich an dem Projekt. Für sie ist es eine spannende Herangehensweise an die alten Überreste.

Stück für Stück schreiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Mauerreste ab und beobachten. Mit pfiffigen Fragen, die sie gemeinsam austüfteln, möchten sie die späteren App-User dazu animieren, das Bauwerk genauso aufmerksam zu begutachten. Es geht bei der Rallye keineswes um Wissensabfrage, sondern vielmehr um genaues Hinschauen und Erschließen.

Bebildert mit zahlreichen von den Schülerinnen und Schülern geschossenen Fotos, lädt die App auch durch visuelle Anreize zum Ausprobieren und Beobachten ein.

Eine Auswahl der schönsten Fotos zieht ab Herbst 2018 als Wanderausstellung durch die Stadt. Diese Fotoausstellung ist an folgenden Orten zu bewundern:

7. - 21. Oktober 2018: Stadtmuseum Düren

5. - 23. November 2018: Musikschule

14. Januar - 16. Februar 2019: Stadtbücherei Düren

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Der Raub des Annahauptes

Im Rahmen des städtischen Kulturführerscheins erfahren Kita-Kinder, wie das Haupt der heiligen Anna nach Düren kam.

Dabei begeben sich die Kinder auf Zeitreise, sie reisen zurück zur Zeit Leonards, Anfang des 16. Jahrhunderts. Dort erfahren sie von Leonard in Form einer Handpuppe, wie die Geschichte wirklich war. Zwischendrin helfen sie, die Kiste mit dem Knochen zu suchen und reiten mit Leonard zurück nach Düren - das dauerte früher ganz schön lange. Mit der Erwähnung der Annakirmes wird der Weg zurück in die Gegenwart gefunden. Die meisten kennen sie und können somit eine Verbindung zur heiligen Anna herstellen.

Am Ende erhält jedes Kind einen Anstecker und im Kulturführerschein den Aufkleber des Stadtmuseums, um zu zeigen, dass sie sich hier nun bestens auskennen und die Geschichte vom Raub des Annahauptes erzählen können.

Das Projekt wird von der SWD-Kulturstiftung gefördert.

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Das HistoLab

Im Sommer 2017 starteten wir eine Crowdfunding-Kampagne, das Ziel war die Einrichtung eines HistoLabs. Der Raum sollte speziell auf die Bedürfnisse der kleinen Besucher abgestimmt werden. Sie sollten die Geschichte Dürens mit allen Sinnen kennenlernen. Das heißt, hier darf explizit angefasst und ausprobiert werden. Das Ziel wurde dank zahlreicher Unterstützer erreicht und im Herbst starteten wir den Aufbau des HistoLabs.

Historische Kinderkleidung zum Anziehen soll spürbar machen, wie sich Dürener Kinder zu verschiedenen Zeiten in ihrer Haut fühlten. Eine Kaufladenecke macht erfahrbar, wie sie ohne Discounter abgewogene Lebensmittel kauften. Eine Hörkiste lässt längst verklungene Alltagsgeräusche - das Zischen einer Dampflok etwa – lebendig werden. Ein Riechbaum lässt die Gerüche einer alten Stadt erschnuppern, eine Fühlkiste macht alte Dinge spürbar. Ein Silhouettierstuhl für Schattenrisse und eine Ecke mit altem Spielzeug zeigen schließlich, womit sich Kinder einst die Zeit vertrieben. Die Kleinen werden somit zu großen Düren-Experten. 

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