Neuzugänge

An dieser Stelle wollen wir regelmäßig Beispiele für Neuzugänge in unseren Bestand vorstellen, um zur "Nachahmung" anzuregen und vor allen Dingen zu zeigen, was wir schwerpunktmäßig sammeln.

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Zwei tierische Neueinlieferungen

Ein Zebra- und ein Leopardenfell fanden kürzlich ihren Weg zu uns und wurden in die Sammlung aufgenommen. Nun fragt sich der eine oder andere vielleicht, was will das Stadtmuseum mit derartig exotischem Getier, das wohl niemals zur lokalen Fauna dazu gehört haben dürfte. Die Antwort lautet: die beiden Tierpräparate, die beide schon etwas älteren Datums sind und aus Afrika stammen, sollen in Zukunft unseren Schillingsraum ergänzen und für das richtige „Drumherum“ bei der Betrachtung der Objekte und Dokumente aus dem Leben des Fotografen und Großwildjägers Carl Georg Schillings, der 1865 in Düren-Gürzenich geboren wurde, sorgen. Sein Nachlass, der ebenfalls einige Tierpräparate enthält, war lange Zeit im Leopold-Hoesch-Museum untergebracht und soll in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft im Stadtmuseum zu sehen sein.

 

Armmuskeltraining mal anders

Dieser Haartrockner der Firma Sanitas aus den späten 1920er Jahren wiegt mehr als 2 kg und machte das Haarefönen vor rund 90 Jahren zu einem Kraftakt. Eine Temperaturregulierung gab es noch nicht, die heiße Luft strömte mit 90 Grad heraus und das Gerät produzierte auch schon einmal Rauch und Funken, was die Haarpflege mitunter in ein Abenteuer verwandelte. Mit dem Einzug der Elektrizität in die Haushalte verbreiteten sich - neben anderen Elektrogeräten - auch Haartrockner rasch auf dem deutschen Markt. Die Gehäuse der frühen Föne bestanden meist aus Metall, in der ausgehenden Weimarer Zeit kamen jedoch auch schon die ersten Geräte mit Kunststoff-Ummantelung auf den Markt. Leichter, kleiner und effizienter wurden Haartrockner aber erst in den 1950er Jahren.

Die Firma Sanitas brachte übrigens bereits 1908 den ersten Haartrockner unter der Modellbezeichnung "Foen" heraus, die heute zum Synonym für diese Gerätegattung geworden ist - ähnlich wie im Fall von "Tempo", "Fanta" und "Zewa". Die Marke „Fön“ wurde 1957 von der AEG übernommen, die zuvor mit dem Begriff "Heißluftdusche" warb.

Der Sanitas-Fön ist, neben vielen anderen spannenden Objekte aus unserer Sammlung, momentan in unserer Ausstellung "Betrogene Hoffnungen" zu sehen. Kommen Sie ihn doch mal besuchen!

Ein Dürener kehrt in die Heimat zurück ...

Diese Büste aus Metall zeigt den gebürtig aus Düren stammenden Kunsthistoriker Victor H. Elbern. Er wurde 1918 in Düren geboren und besuchte das Stiftische Gymnasium. Später studierte er in Bonn und verließ seine Heimatstadt kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, am Tag der Novemberpogrome 1938, um in Rom sein Studium fortzusetzen.

1950 promovierte er im Fach Kunstgeschichte und lehrte in den folgenden Jahren an der Universität Bonn. 1952 heiratete er Theresia Schager. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor und auch Elberns Karriere entwickelte sich weiterhin positiv: 1954 wurde er Generalsekretär für die Ausstellungen in der Villa Hügel in Essen, von 1957 bis 1958 schließlich Generalsekretär der Expo 58, der Weltausstellung in Brüssel. 1960 berief man ihn zum Kurator der Staatlichen Museen zu Berlin, 1967 wurde er Direktor und Chefkurator der Skulpturensammlung und für das Museum für Byzantinische Kunst in Berlin-Dahlem.

Auch auf dem Gebiet der Forschung betätigte er sich weiter: von 1970 bis 1998 lehrte er als Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Gastprofessuren hatte er in Zürich, Jerusalem und Tel Aviv. Hauptforschungsgebiet Elberns war die Kunst des frühen Mittelalters, der Spätantike und Byzanz. Er tätigte zahlreiche Veröffentlichungen und engagierte sich darüber hinaus für Sozialprojekte in Israel.

Neben zahlreichen weiteren Ehrungen erhielt er 1983 das Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er starb 2016 in Berlin.

Seine drei Kinder traten nach seinem Tod an das Stadtmuseum heran, weil sie sich wünschten, ihr Vater möge, zumindest in Form der Büste, in seine Geburtsstadt, die er nie vergessen konnte, zurückkehren. Das Kunstwerk hatten sie anlässlich des 60. Geburtstages ihres Vaters bei Werner Gailis, einem renommierten Berliner Bildhauer, in Auftrag gegeben und ihrem Vater geschenkt.

So kehrte Victor H. Elbern nun in seine Heimatstadt zurück. Wir sind stolz, der Büste dieses renommierten Mannes im Stadtmuseum ein neues Zuhause geben zu dürfen!

Charleston, Flapper und Pailletten

Diese aufwendig mit grünen und silbernen Perlen und Pailletten bestickte Kappe diente in der zweiten Hälfte der 1920er-Jahre wohl einer modebewussten jungen Dame als Kopfschmuck beim abendlichen Tanzvergnügen. Ob sie dazu auch ein Flapperkleid trug und Charleston tanzte?

Die kostbare Kopfbedeckung erreichte uns jüngst als Geschenk für unsere neue Ausstellung zur Weimarer Republik aus Flensburg! Der Vaters des Stifters hatte sie vor Jahren auf einem Trödelmarkt im Rheinland erstanden und mit nach Hause genommen. Nun hat die weit gereiste Kappe ein neues Zuhause in unserer Sammlung gefunden und wird ab dem 23. April in der neuen Ausstellung zu sehen sein!

Winzige Kinderstiefel aus den 1920er-Jahren

Kinderschuhe

Die neuste Errungenschaft in unserer Sammlung sind diese niedlichen Kinderstiefelchen aus den 1920er-Jahren in Schuhgröße 17. Die winzigen Schühchen kamen wie gerufen, denn die Vorbereitungen für unsere neue Ausstellung zur Weimarer Zeit in Düren laufen bereits auf Hochtouren. Die Schuhe bestehen aus rötlich-braunem Leder, mit geklebter Sohle, Schnürung mit braunen Schnürbändern und textilem Innenfutter. Die Spitze ist abgerundet und leicht abgestoßen, was darauf hinweist, dass sie ehemals von einem Kind, wahrscheinlich 2-3 Jahre alt, getragen wurden.

Die Schuhe werden - zusammen mit vielen anderen tollen Objekten, Dokumenten und Fotos - ab April 2017 in unserer neuen Ausstellung zu sehen sein.

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Rarität: Schokoladenautomat von 1905!

Dieser wunderschöne Süßwarenautomat aus Gusseisen ist eine echte Rarität. Er wurde um 1905 von der Schokoladenfabrik Oberländer A. G. in Fürth hergestellt. Nur noch wenige Automaten dieser Art sind bis heute erhalten geblieben. Ursprünglich wurden sie meist an Bahnhöfen aufgestellt, damit die Reisenden sich die Wartezeit ein wenig versüßen konnten. Man warf eine Münze ein und zog sich die gewünschte Ware aus dem darunterliegenden Fach. Was unser Automat einmal enthalten hat, verraten die noch gut lesbaren Beschriftungen der vier Fächer: Vanille-Schokolade, Bonbons mit Überraschung, gebrannte Mandeln und Pfefferminz-Pastillen.

Mit seinen hervorgehobenen Knöpfen, Mustern, halbverspiegelten Facettenschliff-Elementen und bunten Butzenglasscheiben (die sogar von innen beleuchtet werden konnten) ist der Automat ein wunderbares Beispiel für den Jugendstil.

Der Automat kann bis zum Ende der Ausstellung "Dürens Goldene Jahre" im Frühjahr 2017 besichtigt werden.

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Uhren und Schmuck aus Dürener Kellern

Uhren

Diese fünf Taschenuhren, die Reste einer Armbanduhr, zwei Ringe und eine Kette wurden nach dem verheerenden Angriff auf Düren am 16. November 1944 aus Kellern von zerstörten Häusern geborgen. Da man sie damals keinem Besitzer mehr zuordnen konnte, schlummerten sie bislang im Verborgenen. Nun bereichern sie unsere Sammlung - und bald auch sicher unsere Vitrinen im Erinnerungsraum 16. November 1944 - und erinnern uns an einen von Dürens dunkelsten Tagen.

Schenkung Karl-Hans Brunen, Oktober 2016

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Meisterbrief von Jean Schmitz

Aus dem Nachlass des Dürener Malers Jean Schmitz (*1912)

 

Meisterbrief

"Johann Schmitz

geb. am 4.V.1912 in Düren

hat die Meisterprüfung für das Handwerk der

Maler mit Gut

bestanden und dadurch die Befähigung zum vollständigen Betrieb des genannten Handwerks nachgewiesen, sowie das Recht zur Führung des Meistertitels in Verbindung mit diesem Handwerk erworben. Diese Urkunde wurde ausgefertigt zu Köln am Rhein, am 12. Jan. 1939, von der
Handwerkskammer zu Köln."
 
 
Schenkung M. von der Milwe, Juli 2016
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Musterbuch Carl Schleicher & Schüll

Musterbuch für Briefpapiere der Dürener Firma Carl Schleicher & Schüll aus dem Jahr 1905. Die Firma präsentierte darin ca. 100 Proben ihrer Briefpapiere mit beispielhaften Firmenköpfen.

Schenkung J. Wagner, Weißenburg vom 16.3.2016

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Postkartenalbum

Postkartenalbum mit Dürener Ansichten, nach 1918, aus dem Familienbesitz von David Head (UK). David Head schrieb uns dazu: "Der Großvater meiner Frau mütterlicherseits, der die Ansichtspostkarten gesammelt hat, hieß William James Austen. Er stammte aus der Grafschaft Kent und war zeitlebens dort ansässig. Bevor er in Düren stationiert war, hatte er in Südafrika (Zweiter Burenkrieg) und Irland gedient. Es gibt eine Gruppenaufnahme aus jener Zeit, auf deren Rückseite zu lesen ist: “Office Staff, 2nd Signals Company, Royal Engineers, Düren, Rhld, 16.3.'19”. […] Die Postkarten, die William Austen akribisch gesammelt hat, geben mir persönlich den Eindruck, dass sein Aufenthalt in Düren ihm sehr gefallen hat."

Schenkung David Head vom 26.01.2016.

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3-Mark-Münze

AlphaOmega

Von diesen 3-Mark-Münzen mit dem Bild Wilhelms II. wurden 1908-1912 mehr als 22,5 Mill. Expl. geprägt.
Schenkung Frau Sommer Dr. Overhues Allee

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Hutschachtel mit "Chapeau claque"

Hutschachtel mit Klappzylinder aus dem Dürener Hut-, Mützen- und Schirmgeschäft Gerhard Barth,

Wirtelstr.4.

Aufschrift auf der Schachtel "Gerhard Barth, vorm. Gentgen gegr. 1797, Düren Rhld."

Der Dürener Steinmetzmeister Franz Schiffer kaufte diesen Hut für seine Hochzeit am 04.09.1937.

Schenkung Maria Pingen, geb. Schiffer,  vom 28.07.2015

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Kupferstich

Kupferstich Annabild

Kupferstich der Annabüste nach einer Kupferplatte des 18. Jahrhunderts

Ankauf Josef Brauweiler vom 12.5.2015

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Alpha und Omega

Alpha

Omega

Bleiglasbilder "Alpha" und "Omega" aus der Kapelle des alten Krankenhauses in der Roonstraße
Schenkung Marianne Klein vom 8.5.2015

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