Unser Magazin "Spuren"

Mit einer in schwarz-weiß kopierten, vierseitigen Ausgabe im Februar 2005 fing es an: Unser Magazin »Spuren«, das in unterhaltsamer Form, ohne den wissenschaftlichen Anspruch zu vernachlässigen, von da ab in regelmäßiger Weise Geschichten aus der Dürener Geschichte unters Volk bringen wollte.

Die Aktiven der 1987 gegründeten Dürener Geschichtswerkstatt hatten schon lange eine Möglichkeit gesucht, die Ergebnisse ihrer Arbeit und Forschung einem breiteren Publikum zu vermitteln. Die „Dürener Geschichtsblätter“, die Publikation des Dürener Geschichtsvereins, schieden aus diversen Gründen dafür aus, also musste etwas Eigenes her. Die zunächst äußerst bescheidene Form resultierte natürlich aus dem Mangel an finanziellen Mitteln, der sich erst beheben ließ, als wir mit der Ausgabe 20 in 2013 die Sparkasse Düren als Anzeigenkunden gewinnen konnten.

Seit der Ausgabe 29 (2016) ist an deren Stelle die Stadtwerke Düren GmbH getreten – beiden Unternehmen sind wir sehr dankbar für ihre Unterstützung.

Die Vielfalt der behandelten Themen darzustellen ist nahezu unmöglich. Die Tatsache, dass die Hefte jeweils innerhalb kürzester Zeit vergriffen waren, zeigte uns aber, dass wir wohl nicht viel falsch gemacht hatten. Unser Prinzip der Mischung aus „leichten“ und „schweren“ Themen scheint über die Jahre funktioniert zu haben.

Das Spektrum ist dabei so bunt und vielfältig wie die Geschichte der Stadt. Da finden sich biographische Beiträge über bekannte und weniger bekannte Menschen aus Düren, Darstellungen einzelner Unternehmensgeschichten oder bestimmter Orte in der Stadt, Erinnerungen an schöne oder tragische Ereignisse, aber auch längere Abhandlungen über den Ersten Weltkrieg, die Auswirkungen des Ruhrkampfes 1923 auf Düren oder die Arisierung jüdischer Unternehmen in unserer Stadt.

Einen besonderen Akzent haben wir immer gelegt auf die Erinnerung an unsere ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das ihnen angetane grausame Unrecht. Nicht zuletzt daraus resultierte auch die im Jahre 2006 begonnene Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt, deren Zahl mittlerweile die 70 überschritten hat.

Manches haben wir mit den »Spuren« auch angestoßen: Die Nummer 7 vom November 2008 war überschrieben: Kommt das Stadtmuseum? und formulierte unsere Vorstellungen von einem solchen Haus, die sich mittlerweile mehr als realisiert haben. In der Ausgabe 11 vom Mai 2010 konnten wir stolz berichten, dass den Nachkommen der Dürener Familie Löwenstein auf Grund der von der Geschichtswerkstatt zusammengetragenen Daten die Rückerstattung eines in der Schweiz deponierten Vermögens gelungen war. Und in der Ausgabe 43 vom Februar 2023 konnten wir zur „Ehrenrettung“ unseres Ehrenbürgers Josef Schregel beitragen, der in den Verdacht des Antisemitismus geraten war.

Das äußere Erscheinungsbild hat sich – zwangsläufig – im Laufe der Jahre gewandelt. Aus dem schwarz-weiß kopierten Blatt ist ein zunächst farbig kopiertes, schließlich in größerer Auflage (mittlerweile 2500) gedrucktes Heft geworden. Seit der Ausgabe 26 aus 2016 hat es ein regelrechtes Titelblatt und sieht seitdem wie ein „richtiges“ Magazin aus. Mit der 10. Ausgabe vom Dezember 2009 enthalten die »Spuren« zugleich Mitteilungen aus dem neu gegründeten Stadtmuseum.

Der Kreis der Autorinnen und Autoren hat sich seit den ersten Anfängen in einem Maße erweitert, über das wir hoch erfreut sind. Anscheinend haben wir viele durch unser Beispiel angeregt …